Was geschah am 19.04. im Jahr ...

1946

Die Alliierte Kommandantur genehmigt mit BK/O (46) 177 für den 1. Mai 1946 eine Massenkundgebung des FDGB und aller anerkannten politischen Parteien, "deren Tätigkeit nicht dem Verfahren der Besatzungsbehörden widerspricht".

Die britische Militärregierung gibt bekannt, daß sie jeden Versuch eines Zusammenschlusses von KPD und SPD in ihrem Sektor vor Erteilung einer Genehmigung durch die Alliierte Kommandantur als Übertretung von Anordnungen der Besatzungsmächte betrachtet.

1946

Im Deutschen Theater und im Theater am Schiffbauerdamm tagen gleichzeitig der 15. Reichsparteitag der KPD und der Parteitag der SPD im sowjetischen Besatzungsgebiet, der sich als 40. Reichsparteitag der SPD bezeichnet. Die aus Westdeutschland erschienenen Sozialdemokraten, die sich als Anhänger der Vereinigung mit der KPD bezeichnen, erhalten Sitz und Stimme als ordentliche Delegierte. Beide Parteitage beschließen einstimmig den Zusammenschluß von SPD und KPD und wählen je vierzig Mitglieder für den Vorstand der neuen Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED).
Die Hauptreferate auf dem Parteitag der KPD halten Walter Ulbricht über die Politik der Partei, Franz Dahlem über die Organisationspolitik der Partei, Anton Ackermann über ideologische Fragen und Wilhelm Pieck über "Die Einheit des schaffenden Volkes". In einem Referat über die Jugendarbeit der Partei begrüßt Paul Verner die Schaffung einer einheitlichen Jugendorganisation im sowjetischen Besatzungsgebiet, der Freien Deutschen Jugend (FDJ), und richtet besonders an die ehemaligen Mitglieder der Hitlerjugend (HJ) und des Bundes Deutscher Mädchen (BDM) die Aufforderung, in die FDJ einzutreten. Für die Jugend fordert Verner die Herabsetzung des Wahlalters auf 18 Jahre.
Das Hauptreferat auf dem Parteitag der SPD hält Otto Grotewohl. Den Rechenschaftsbericht für den Zentralausschuß gibt Max Fechner. Unter den weiteren Referenten spricht Erich Gniffke über die Aufgaben der neuen Presse.
Während der Parteitag der KPD in totaler Einstimmigkeit abläuft, kommt es auf dem der SPD zu starken Meinungsverschiedenheiten über den Entwurf des SED-Statuts, im wesentlichen über die Stellung der Betriebsgruppen der Partei.

1947

Frau Bürgermeister Schroeder übernimmt den Vorsitz des Rates der Bezirksbürgermeister, nachdem sich Oberbürgermeister Dr. Ostrowski nach einer Erklärung, in der er noch einmal sein Verhalten in der Verwaltungskrise der letzten Wochen ausführlich begründet, verabschiedet hat.
Die Bürgermeister erörtern das Rundschreiben Nr. 5 des Hauptschulamtes der Abteilung für Volksbildung vom 8. April 1947. In der Aussprache ergibt sich, daß einzelne Bezirkskommandanten den Befehl gegeben haben, daß nur Bezirksamtsmitglieder an den Sitzungen der Bezirksämter teilnehmen dürfen. Die Bürgermeister kommen zu der Auffassung, daß der in dem Rundschreiben angeführte Befehl der Alliierten Kommandantur BK/O (46) 289 juristisch auszulegen sei und die Hauptschulräte in den Bezirken trotz der Forderung des Leiters des Hauptschulamtes, Wildangel, bei den Beratungen der Bezirksämter nicht Sitz und Stimme haben können, da dieses Recht nur den ordentlich gewählten Bezirksamtsmitgliedern zusteht.
Die Bürgermeister wenden sich gegen den Transport und die pietätlose Bestattung von Leichen Sozialunterstützter, die nackt angefahren und in die Erde geworfen werden.

1948

Die britische Regierung veröffentlicht ein Weißbuch zum Flugzeugabsturz bei Gatow, in dem der Pilot der sowjetischen Maschine für das Unglück verantwortlich gemacht wird.

Auf der Delegiertenkonferenz des Landesverbandes der Berliner LDP werden die Vorsitzenden der Bezirksverbände Lichtenberg und Treptow, Franz Gensecke und Curt Herrmann, wegen ihrer Teilnahme am Volkskongreß aus dem Landesverband ausgeschlossen.

Baubeginn am Kraftwerk West.

1949

Die britische Militärregierung erteilt dem kommunistisch gelenkten Freien Deutschen Gewerkschaftsbund (FDGB) die Erlaubnis, am 1. Mai eine Kundgebung im britischen Sektor durchzuführen. Als Begründung für diesen Schritt führt die britische Militärregierung an, sie wolle der deutschen Bevölkerung das Recht auf freie Meinungsäußerung nicht vorenthalten und erlaube dem FDGB die Maikundgebung, obgleich er im britischen Sektor nicht anerkannt sei.
Die französische Militärregierung hatte bereits am 16. April ihre Genehmigung dazu erteilt.

Der sowjetische Stadtkommandant, Generalmajor Kotikow, genehmigt für den sowjetischen Sektor die für den 15./16. Mai vorgesehenen Delegiertenwahlen für den 3. Deutschen Volkskongreß.

Im Marmorhaus am Kurfürstendamm findet die Uraufführung des Films "Der Ruf" nach einer Idee und dem Drehbuch des aus der Emigration in die Vereinigten Staaten von Amerika zurückgekehrten Schauspielers und Regisseurs Fritz Kortner unter dem Protektorat von Oberbürgermeister Professor Reuter statt. Regie führt Josef von Baky. In den Hauptrollen spielen Fritz Kortner, seine Frau Johanna Hofer, Ernst Schröder, Rosemary Murphy und Lina Carstens. Der Film handelt von dem Schicksal eines vor den Nationalsozialisten emigrierten jüdischen Professors für Philosophie, der wieder einen Ruf an eine deutsche Universität erhält.

Für den Fahrzeugverkehr zwischen dem sowjetischen Sektor und den drei westlichen Sektoren stehen nach der von der Verwaltung des sowjetischen Sektors angeordneten Errichtung von zahlreichen Straßensperren in den letzten Wochen und Monaten nur vier Straßenübergänge in der Köpenicker Straße, der Brunnenstraße, der Leipziger Straße und Unter den Linden, die vom Bezirk Mitte in die Bezirke Kreuzberg, Wedding und Tiergarten führen, zur Verfügung.

1951

Die Alliierte Kommandantur übersendet mit BK/O (51) 25 die Voranschläge der Besatzungskosten und Zwangsausgaben für das Rechnungsjahr 1951/52, die insgesamt 170,242 Millionen DM betragen und somit um 14 Millionen DM niedriger als im vergangenen Haushaltsjahr liegen. An erster Stelle stehen die Ausgaben für deutsche Arbeitskräfte mit 81 Millionen DM.

11. (Ordentliche) Sitzung des Abgeordnetenhauses von Berlin.
Die Vertreter der an der Wahl verhinderten Kreise des sowjetischen Sektors im Abgeordnetenhaus - Anna Nemitz, Adolf Wuschik, Hildegard Marx, Wilhelm Pomezny, Max Lange (alle SPD) und Rudolf Steinig (CDU) - nehmen erstmals an der Sitzung teil.
Präsident Dr. Suhr erinnert daran, daß auch weiterhin nach § 1 des Gesetzes über die Vertretung des sowjetischen Sektors die zehn Abgeordneten der SED berechtigt sind, an den Sitzungen des Parlaments teilzunehmen. Es sind dies: Karl Maron, Max Kreuziger, Luise Sydow, Elli Schmidt, Otto Winzer, Roman Chwalek, Josef Bossick, Waldemar Schmidt und Maria Rentmeister.

Auf eine Große Anfrage aller Fraktionen erklärt Volksbildungssenator Professor Tiburtius, daß der Senat es nicht für ratsam halte, das Hebbel-Theater als städtische Bühne weiterzuführen. Da die Freie Volksbühne das Theater nicht übernommen habe, könnte es nur noch durch finanzielle Unterstützung von amerikanischer Seite als Privatbühne bestehen bleiben. Die Schließung des Theaters soll zum Ende der laufenden Saison erfolgen (vgl. Schriftenr. Bln. Zeitgesch., Bd. 3, S. 844, 11.12.1950, Nr. 25 b).

Sprecher aller Parteien kritisieren scharf den Bundestags-Beschluß, durch den Karlsruhe zum Sitz des Bundesverfassungsgerichts bestimmt wurde. Willy Brandt (SPD) hält die Berücksichtigung Berlins bei der Verlegung weiterer Bundesbehörden nicht nur zur Arbeitsbeschaffung, sondern auch zur Unterstreichung der Position Berlins als künftiger Hauptstadt Deutschlands für unbedingt erforderlich. Die Fraktionsvorsitzenden der FDP und CDU, Carl-Hubert Schwennicke und Ernst Lemmer, bezeichnen diesen Beschluß als "politische Instinktlosigkeit" und als "große Enttäuschung".
Der Regierende Bürgermeister Professor Reuter betont, daß sowohl der Hinweis auf staatsrechtliche Schwierigkeiten, "von denen eigentlich überhaupt nicht geredet werden sollte", wie der Hinweis auf praktische Erschwernisse im Bundestag eine Einstellung zum Problem Berlin bedeuteten, die der Rolle dieser Stadt im Rahmen der Lösung der gesamtdeutschen Frage in keiner Weise gerecht wird. Er kündigt an, daß er sich beim Bundesminister für gesamtdeutsche Fragen, Jakob Kaiser, um die weitere Verlegung von Bundesbehörden nach Berlin bemühen und ihn bitten werde, "dafür zu sorgen, daß solche Darstellungen im Bundestag von der Bank der Bundesregierung nicht wiederholt werden".

Durch einen einstimmig angenommenen Dringlichkeitsantrag aller Fraktionen wird der Senat beauftragt, alle Vorbereitungen zu treffen, um die Wiederherstellung der AVUS schnellstens durchzuführen und das für den Herbst geplante internationale Autorennen sicherzustellen.

Das Abgeordnetenhaus stimmt der Errichtung einer veterinärmedizinischen Abteilung an der Medizinischen Fakultät der Freien Universität zu.

Der bisherige Polizei-Personalchef im hessischen Innenministerium, Polizei-Oberkommissar Erich Duensing, wird von Polizeipräsident Dr. Stumm offiziell in sein Amt als Kommandeur der Berliner Schutzpolizei eingeführt.

Der Ministerrat der SBZ beschließt auf seiner Sitzung den Bau eines Kanals von Paretz nach Nieder-Neuendorf zur Umgehung West-Berlins, um den Schiffsumlauf durch Verkürzung des Transportweges zu beschleunigen und die Ernteerträge durch wasserwirtschaftliche Maßnahmen zu erhöhen.

Der Magistrat des sowjetischen Sektors beschließt auf seiner Sitzung den Haushaltsplan für 1951, der in Einnahmen und Ausgaben mit 2,06 Milliarden DM (Ost) abschließt und als Bestandteil den Haushalt der VAB (Ost) enthält. Stadtkämmerer Martin Schmidt (SED) teilt mit, daß davon 400 Millionen DM für den Wiederaufbau Berlins und 938 Millionen DM für "weitere große Aufgaben im Interesse der Bevölkerung vorgesehen" sind, davon 82 Millionen DM zur "Förderung der demokratischen Ordnung". Bemerkenswert sei auch der um 20 Prozent geringere Bedarf der Berliner Volkspolizei gegenüber dem Vorjahr (vgl. Schriftenr. Bln. Zeitgesch., Bd. 3, S. 567, 26.1.1950, Nr. 119).

Im Anschluß an die Verabschiedung des Haushaltsplanes legt der Berliner FDGB-Vorsitzende Deter das Muster eines Rahmenkollektivvertrages als Grundlage für den Abschluß von Kollektivverträgen für "volkseigene und gleichgestellte Betriebe" vor, das einstimmig angenommen wird. Entsprechend der sowjetzonalen "Verordnung über den Neuabschluß von Kollektivverträgen für das Jahr 1951" vom 15. Februar sollen auch die Ost-Berliner Kollektivverträge auf dem "neuen Verhältnis zur Arbeit" und dem "neuen Bewußtsein der Arbeitenden" basieren. Die Bezahlung der Arbeiter und Angestellten und der "technischen Intelligenz" würde nach dem "Leistungsprinzip entsprechend ihren Kenntnissen, Fähigkeiten und ihrer Verantwortung unter Berücksichtigung der Schwere, Kompliziertheit und volkswirtschaftlichen Bedeutung der zu leistenden Arbeit" erfolgen; als Grundlage für die Bezahlung nach dem Leistungsprinzip sollen die "technisch begründeten Arbeitsnormen (TAN)" dienen (vgl. Schriftenr. Bln. Zeitgesch., Bd. 3, S. 535, 22.12.1949, Nr. 89 a).

Die Ost-Berliner "Deutsche Akademie der Wissenschaften" wählt an Stelle des zurückgetretenen Professors Dr. Johannes Stroux auf ihrer Plenartagung Professor Dr. Walter Friedrich zum Präsidenten (vgl. Schriftenr. Bln. Zeitgesch., Bd. 1, 2. Aufl., S. 472, 4.7.1946, Nr. 12).

1952

Der Verein für Sozialpolitik (Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften) veranstaltet zum ersten Male nach seiner 1948 erfolgten Neugründung in Marburg in Berlin wieder eine Tagung und kehrt damit, wie sein Vorsitzender, Professor Gerhard Albrecht, in seiner Begrüßungsrede betont, dorthin zurück, wo der Verein seit seinem Entstehen 1872 bis zu seiner "freiwilligen" Auflösung 1936 seinen geistigen Mittelpunkt hatte. Professor Albrecht würdigt den Gründer des Vereins, den Nationalökonomen Gustav Schmoller, an dessen Grab auf dem Gemeindefriedhof der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche in Siemensstadt am Vortage bereits eine Gedenkstunde abgehalten wurde.

1955

Der Bundestagsausschuß für gesamtdeutsche und Berliner Fragen berät in Bonn in Anwesenheit des Regierenden Bürgermeisters Prof. Suhr und von Abgeordnetenhauspräsident Brandt erneut über das Problem der von der DDR erhöhten Straßenbenutzungsgebühren; dabei bekräftigt er noch einmal seine Berliner Entschließung, fordert von der Bundesregierung die Bereitstellung der nötigen Finanzmittel zum Ausgleich der heraufgesetzten Gebühren, lehnt direkte Verhandlungen auf Ministerebene ab und hält westliche Repressalien für unerwünscht.

Auf einer Veranstaltung zum fünfjährigen Bestehen des Notstandsprogramms in der Aula der Schule in der Belziger Straße (Bezirk Schöneberg) berichtet Wirtschaftssenator Dr. Hertz, daß dafür bislang 800 Mill. DM, davon allein 630 Mill. DM aus amerikanischen Quellen, aufgewendet wurden. Die inzwischen erfolgte Umstellung auf eine produktive Grundlage mit der Möglichkeit langfristiger Planungen bezeichnet er als besten Beweis für das Gelingen dieses Programms, für das die Arbeitszeit von ursprünglich 40 auf 48 Stunden und der Stundenlohn von bisher 1,10 auf 1,48 DM erhöht werden konnten. Bei seiner Rede wird Dr. Hertz mehrfach von Zwischenrufen unterbrochen, in denen behauptet wird, daß die Notstandsarbeiter und -angestellten durch zu geringe Löhne und unbezahlte Überstunden ausgebeutet würden. Dr. Hertz führt diese Störungen z. T. auf kommunistische Quertreibereien zurück, räumt aber ein, daß tatsächlich Sorgen und Nöte im Notstandsprogramm bestünden. Dazu gehörten die Weiterbeschäftigung nach dreizehnwöchigem Einsatz, gleichbleibende Arbeitslosenunterstützung nach der Notstandsbeschäftigung, eine Regelung der Lohnfrage und der Wegfall des "Antreibersystems" bei verschiedenen Firmen.

Der Ost-Berliner Magistrat ändert die "Verordnung über die Gründung eines Kulturfonds Groß-Berlin", der nunmehr dazu bestimmt ist, die allseitige kulturelle Entwicklung Berlins zu fördern einschließlich der Heranbildung des Nachwuchses und der Unterstützung "fortschrittlicher und schöpferischer Kräfte auf allen kulturellen Gebieten". Besonderer Wert soll hierbei auf die kritische Aneignung des nationalen Kulturerbes, die Herausbildung eines sozialistischen Realismus und die Steigerung der künstlerischen Qualität gelegt werden. Die Verwaltung des Fonds geht von der Magistratsabteilung Volksbildung auf die Abteilung Kultur über. Das zur Verwendung der aufkommenden Mittel eingesetzte Kuratorium besteht nun außer dem zuständigen Magistratsmitglied aus zwei Mitgliedern der Volksvertretung, je einem Vertreter des Kulturbundes, des FDGB, der FDJ, des Verbandes Bildender Künstler, der Magistratsabteilung Finanzen und vier Vertretern aus Großbetrieben.

1956

Der Botschafter der Bundesrepublik in Moskau, Dr. Haas, hält sich zu einem Informationsbesuch in Berlin auf, wo er Flüchtlingslager besucht, eine Stadtrundfahrt unternimmt und sich über die Wirtschaftslage der Stadt unterrichten läßt.
Während eines Empfanges im Schöneberger Rathaus erklärt der Regierende Bürgermeister Prof. Suhr, daß die Berliner in seinem Besuch in der Stadt nicht nur einen Routine-Aufenthalt sähen, sondern auch eine Liebeserklärung an die "heimliche Hauptstadt ganz Deutschlands". Die Einwohner dieser Stadt hätten Vertrauen zu der Arbeit, die er als Botschafter auch für sie in Moskau leiste.
Dr. Haas betont in seiner Erwiderung, daß in Berlin die Probleme Deutschlands am deutlichsten sichtbar würden; deshalb wolle er der Stadt in regelmäßigen Abständen Besuche abstatten. Er fühle die Verantwortung genau, die er gerade auf seinem neuen Posten gegenüber Deutschland habe.

1958

2. Tagung des 15. Landesparteitages der Berliner SPD in der Fritz-Karsen-Schule in Britz.
Auf diesem Abschnitt des Parteitages beschäftigen sich die Delegierten ausschließlich mit den Fragen einer atomaren Bewaffnung der Bundeswehr und einer eventuell darüber durchzuführenden Volksabstimmung. Einleitend bemerkt der Landesvorsitzende und Regierende Bürgermeister Brandt, es sei nicht schwer zu erkennen, daß die Gegner der SPD hinsichtlich einer, wie sie es nennen, Uneinigkeit in der Partei sich etwas von diesem Parteitag erhoffen. "Wir werden uns unser Handeln auch in der die einfachsten Lebensinteressen der Menschen betreffenden Frage der Verwendung von Atomenergie zu Kriegszwecken nicht vom Gegner vorschreiben lassen. Ich sage das mit allem Bedacht auch gegen die CDU, die anläßlich der Demonstration der Jugendverbände gegen den Atomtod Flugblätter in den Farben Schwarz-Weiß-Rot verteilen ließ und darin die Politik der SPD in entstellendster Weise angriff. Ich sage: weder schwarzweißrot noch schwarz im Sinne einer Gegenreformation!"
Mit aller Schärfe wendet sich Brandt auch gegen jeden Versuch der SED, im Kampf gegen den Atomtod gemeinsame Aktionen mit der SPD durchzuführen.

Der Atomphysiker Dr. Stein warnt in seinem Referat über die Gefahren der Atomwaffen davor, die Ablehnung dieser Vernichtungsmittel auch auf die friedliche Anwendung der Kernenergie auszudehnen und nicht die Säuglingskrankheit der Maschinenstürmerei in den Anfängen der Arbeiterbewegung zu wiederholen. Eine technische Kraft könne man nicht abschaffen, vielmehr müsse sie in die politisch und sozial verantwortbare Richtung gelenkt werden, wobei Plan- und Gemeinwirtschaft dringend notwendig seien. Da es aber eine Lösung der durch die Kernenergie aufgeworfenen technisch-sozialen Probleme ohne eine "Mobilisierung des Geistes" nicht geben könne, müsse die Parole lauten: mehr und bessere Bildung für alle. Dr. Stein fordert schon heute mit der Erziehung der Generation zu beginnen, die im Jahre 2000 die Kommandostellen des gesellschaftlichen Lebens einnimmt und deshalb auch die dringend notwendige Reform des gesamten Bildungswesens in Angriff zu nehmen. Eine bessere Bildung für alle sei nicht allein für den Beruf erforderlich, sondern auch für verantwortungsvolles politisches Handeln in einer komplizierter werdenden Welt.

In einer mit 111 gegen 103 Stimmen angenommene und vom Landesausschuß vorgebereitete Resolution wird vom Parteitag

  1. die Gründung des "Arbeitsausschusses gegen den Atomtod" begrüßt und ihm Unterstützung zugesagt;
  2. die Solidarität der Berliner SPD mit den Spitzengremien der Gesamtpartei im Kampf gegen die atomare Ausrüstung der Bundeswehr unterstrichen und angekündigt, daß sie, wenn auch die Bundestagsfraktion der Partei in ihrem Gesetzentwurf für eine Volksbefragung ihre Durchführung in Berlin nicht vorgesehen habe, es sich vorbehalte, im Einvernehmen mit der Gesamtpartei darüber zu befinden, wann und in welcher Form der Wille der Berliner Bevölkerung in dieser Frage ermittelt wird;
  3. eine klare Abgrenzung gegenüber "unverantwortlichen und undurchsichtigen Aktionen" gefordert, wobei der Parteitag den Kommunisten, die bis in die jüngste Vergangenheit hinein jeden sowjetischen Atombombenversuch begeistert begrüßten, jede moralische Berechtigung abspricht, "sich in unser ernsthaftes Anliegen einzumischen", wie er sich auch dagegen verwahrt, von der CDU in der Auseinandersetzung über die Atomgefahren als prokommunistisch verdächtigt und verleumdet zu werden;
  4. festgestellt, daß bis zur Wiedervereinigung die Sicherheit und die Freiheit Berlins auf der Garantie der westlichen Schutzmächte beruhen, deren einseitige Schwächung nicht im Interesse Berlins liege, andererseits aber ein "Auseinanderrücken" der Streitkräfte beider Pakte in Mitteleuropa befürwortet wird;
  5. beklagt, daß die von der Mehrheit des Bundestages gebilligte Politik der Bundesregierung einer Atombewaffnung der Bundeswehr nicht nur nicht zu einem stärkeren Zusammenschluß der demokratischen Staaten geführt, sondern im Gegenteil vielfach bittere Erinnerungen an früheres deutsches Machtstreben geweckt habe, und darüber hinaus mit dieser Politik die deutsche Spaltung versteinert werde;
  6. zur Aktivierung der Wiedervereinigungspolitik die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und den osteuropäischen Nachbarvölkern gefordert.
Das 1883 von Emil Rathenau als "Deutsche Edison-Gesellschaft für angewandte Elektricität" gegründete, 1887 in "Allgemeine Elektricitäts-Gesellschaft (AEG)" umbenannte Unternehmen begeht sein 75jähriges Bestehen. Es gehört zu den führenden elektrotechnischen Firmen der Welt, das im Verlauf seiner Geschichte viele bahnbrechende Leistungen vollbrachte. Nach der Einbuße von 90 % seiner Fabrikationsfläche durch den Zweiten Weltkrieg beschäftigt die AEG heute in 24 Werken und 61 Verkaufsbüros wieder 55 000 Arbeitnehmer; davon etwa ein Drittel in Berlin.

1959

Die Jüdische Gemeinde gedenkt in einer Feierstunde im Ernst-Reuter-Haus des 16. Jahrestages des Warschauer Ghetto-Aufstandes. Ihr Vorsitzender Heinz Galinski nennt es in seiner Gedenkrede eine Tragik, daß Verfolgte des Nazi-Regimes 14 Jahre nach seinem Zusammenbruch auf Gedenkveranstaltungen sich gegen die Diffamierung von Widerstandskämpfern wehren müßten.
Den Heinrich-Stahl-Preis erhält in diesem Jahr der Schriftsteller Ernst Schnabel in Würdigung seines publizistischen Wirkens für den Wiederaufbau der Demokratie in Deutschland und seine dokumentarischen Arbeiten über das Leben der Anne Frank.

1959

Die Jüdische Gemeinde gedenkt in einer Feierstunde im Ernst-Reuter-Haus des 16. Jahrestages des Warschauer Ghetto-Aufstandes. Ihr Vorsitzender Heinz Galinski nennt es in seiner Gedenkrede eine Tragik, daß Verfolgte des Nazi-Regimes 14 Jahre nach seinem Zusammenbruch auf Gedenkveranstaltungen sich gegen die Diffamierung von Widerstandskämpfern wehren müßten.
Den Heinrich-Stahl-Preis erhält in diesem Jahr der Schriftsteller Ernst Schnabel in Würdigung seines publizistischen Wirkens für den Wiederaufbau der Demokratie in Deutschland und seine dokumentarischen Arbeiten über das Leben der Anne Frank.

1960

In einer Feierstunde im Gemeindehaus der Jüdischen Gemeinde in der Fasanenstraße zum 17. Jahrestag des Aufstandes im Warschauer Ghetto betont ihr Vorsitzender Heinz Galinski, daß die Juden in Deutschland heute unbefangene und unvoreingenommene Mitmenschlichkeit erwarteten, nicht aber, daß man blinden Antisemitismus durch ebenso blinden Philosemitismus ersetze. Da jede politische Bewegung erfahrungsgemäß klein anfange, müsse man mit Besorgnis den hier und da noch vorhandenen Antisemitismus beobachten, der eine Gefahr nicht nur für die Juden, sondern auch für die deutsche Demokratie darstelle. Galinski dankt jedoch gleichzeitig für die vielen Briefe mit Sympathiekundgebungen, die die Jüdische Gemeinde nach den jüngsten bedauerlichen Ausbrüchen einer antisemitischen Denkweise erhalten habe.
Den Heinrich-Stahl-Preis erhält in diesem Jahr Hans Scholz, der Autor von "Am grünen Strand der Spree", der, so Galinski, sich mit seiner ganzen Person für die versöhnende Brüderlichkeit eingesetzt habe. In der Verleihung des Preises für den Roman und gleichnamigen Fernsehfilm an ihn zeige sich das Bemühen, den "würdigsten Freund" auszuzeichnen. Sein Werk bedeute ein Zeichen für eine tiefgreifende Besinnung der geistigen Elite des deutschen Volkes. Scholz erwidert, daß es ihm in seinem schriftstellerischen Werk um die Deutschen gehe, da es hoffentlich nicht mehr nötig sei, um das Schicksal der Juden in Deutschland besorgt zu sein.
Anschließend überreicht Innensenator Lipschitz 46 Frauen und 21 Männern als "unbesungenen Helden" Ehrenurkunden.

Auf einem westlich der S-Bahn zwischen den Bahnhöfen Papestraße und Priesterweg gelegenen Kohlenlager der Senatsreserve vernichtet ein Großfeuer - entstanden vermutlich durch den Funkenflug einer vorbeifahrenden Lokomotive - knapp die Hälfte der dort lagernden 50 000 Tonnen Briketts. Die Löscharbeiten werden anfangs dadurch erheblich erschwert, daß auf diesem Areal zu wenig Hydranten vorhanden sind und die Feuerwehr mehrere 800 Meter lange Leitungen legen muß. Die Hitze der glühenden Kohlenstapel ist zeitweilig so stark, daß die Scheiben eines in zwölf Meter Entfernung vorbeifahrenden. S-Bahnzuges springen, was zu vorübergehender Einstellung des Verkehrs auf diesem Gleis zwingt. Der erste Einsatz der Feuerwehr, die in zehn Stunden aus 35 Rohren rund 5,2 Millionen Liter Wasser spritzt, bringt die Flammen unter Kontrolle, wodurch ihr Übergreifen auf angrenzende Laubenkolonien und einen Holzlagerplatz verhindert wird. Da bei der Suche nach versteckten Brandherden jeder Stapel auseinandergerissen werden muß, dauern die Löscharbeiten, an denen sich auch Bereitschaftspolizisten und amerikanische Soldaten mit Spezialfahrzeugen und -geräten beteiligen, acht Tage mit einem Wasserverbrauch von insgesamt 40 Millionen Liter. Den durch diesen größten Brand in Berlin seit Kriegsende verursachten Schaden schätzt die Senatsverwaltung für Wirtschaft auf eine Million DM.

1960

In einer Feierstunde im Gemeindehaus der Jüdischen Gemeinde in der Fasanenstraße zum 17. Jahrestag des Aufstandes im Warschauer Ghetto betont ihr Vorsitzender Heinz Galinski, daß die Juden in Deutschland heute unbefangene und unvoreingenommene Mitmenschlichkeit erwarteten, nicht aber, daß man blinden Antisemitismus durch ebenso blinden Philosemitismus ersetze. Da jede politische Bewegung erfahrungsgemäß klein anfange, müsse man mit Besorgnis den hier und da noch vorhandenen Antisemitismus beobachten, der eine Gefahr nicht nur für die Juden, sondern auch für die deutsche Demokratie darstelle. Galinski dankt jedoch gleichzeitig für die vielen Briefe mit Sympathiekundgebungen, die die Jüdische Gemeinde nach den jüngsten bedauerlichen Ausbrüchen einer antisemitischen Denkweise erhalten habe.
Den Heinrich-Stahl-Preis erhält in diesem Jahr Hans Scholz, der Autor von "Am grünen Strand der Spree", der, so Galinski, sich mit seiner ganzen Person für die versöhnende Brüderlichkeit eingesetzt habe. In der Verleihung des Preises für den Roman und gleichnamigen Fernsehfilm an ihn zeige sich das Bemühen, den "würdigsten Freund" auszuzeichnen. Sein Werk bedeute ein Zeichen für eine tiefgreifende Besinnung der geistigen Elite des deutschen Volkes. Scholz erwidert, daß es ihm in seinem schriftstellerischen Werk um die Deutschen gehe, da es hoffentlich nicht mehr nötig sei, um das Schicksal der Juden in Deutschland besorgt zu sein.
Anschließend überreicht Innensenator Lipschitz 46 Frauen und 21 Männern als "unbesungenen Helden" Ehrenurkunden.

Auf einem westlich der S-Bahn zwischen den Bahnhöfen Papestraße und Priesterweg gelegenen Kohlenlager der Senatsreserve vernichtet ein Großfeuer - entstanden vermutlich durch den Funkenflug einer vorbeifahrenden Lokomotive - knapp die Hälfte der dort lagernden 50 000 Tonnen Briketts. Die Löscharbeiten werden anfangs dadurch erheblich erschwert, daß auf diesem Areal zu wenig Hydranten vorhanden sind und die Feuerwehr mehrere 800 Meter lange Leitungen legen muß. Die Hitze der glühenden Kohlenstapel ist zeitweilig so stark, daß die Scheiben eines in zwölf Meter Entfernung vorbeifahrenden. S-Bahnzuges springen, was zu vorübergehender Einstellung des Verkehrs auf diesem Gleis zwingt. Der erste Einsatz der Feuerwehr, die in zehn Stunden aus 35 Rohren rund 5,2 Millionen Liter Wasser spritzt, bringt die Flammen unter Kontrolle, wodurch ihr Übergreifen auf angrenzende Laubenkolonien und einen Holzlagerplatz verhindert wird. Da bei der Suche nach versteckten Brandherden jeder Stapel auseinandergerissen werden muß, dauern die Löscharbeiten, an denen sich auch Bereitschaftspolizisten und amerikanische Soldaten mit Spezialfahrzeugen und -geräten beteiligen, acht Tage mit einem Wasserverbrauch von insgesamt 40 Millionen Liter. Den durch diesen größten Brand in Berlin seit Kriegsende verursachten Schaden schätzt die Senatsverwaltung für Wirtschaft auf eine Million DM.

1961

Während des Gedenkens der Jüdischen Gemeinde zum 18. Jahrestag des Aufstandes im Warschauer Ghetto wird der diesjährige, mit 2 000 DM dotierte Heinrich-Stahl-Preis dem 1933 gegründeten Berliner Komitee der Kinder- und Jugend-Aliyah für seine Verdienste um die Betreuung von Jugendlichen bei der Auswanderung nach Palästina bzw. Israel verliehen. Innensenator Lipschitz ehrt 47 Berliner, die in der NS-Zeit jüdische Mitbürger vor Verfolgung schützten, mit einer Urkunde des Senats als "unbesungene Helden".

1961

Die Ost-Berliner Stadtverordnetenversammlung beschließt auf ihrer 19. Tagung den Volkswirtschaftsplan 1961 sowie, in Anlehnung an den von der DDR-Volkskammer am 25. März verabschiedeten Staatshaushaltsplan, den Haushalt 1961, der Einnahmen in Höhe von 1,934 und Ausgaben in Höhe von 1,900 Mrd. DM (Ost) vorsieht. Die Stadtverordneten billigen ferner den Beschluß "über den Aufbau des Zentrums der Hauptstadt der DDR", der im einzelnen u.a. folgende Planungen enthält: 1. Marx-Engels-Platz - Östlich der Spree zentrales Gebäude für Volkskammer und Ministerrat, westliche Seite am Spreekanal Außenministerium, Südseite vorläufiges Staatsrats-Gebäude, Nordseite Wiederaufbau des Alten Museums von Schinkel in seiner ursprünglichen Gestalt. 2. Alexanderplatz - Neugestaltung als Verkehrsknotenpunkt und Standort von Handelseinrichtungen und Gaststätten, Neubau des "Hauses des Lehrers", Errichtung eines Gebäudes für ADN und zweier Bürohochhäuser. 3. Unter den Linden - Wiederherstellung des historischen Charakters, Ansiedlung von Botschäften im Westabschnitt und von Ministerien sowie Handelseinrichtungen und Gaststätten; Wiederaufbau des ehem. Kaiser-Wilhelm-Palais und der "Kommode" (Alte Bibliothek) sowie Umwandlung des Kronprinzessinnen-Palais in ein Operncafe.

1962

Der Oberkommandierende der Gruppe der zeitweilig in der DDR stationierten sowjetischen Streitkräfte, Marschall Konjew, wird von seinem Posten abberufen und zu seinem Nachfolger Generaloberst Jakubowski ernannt, den er erst am 10. August 1961 abgelöst hatte; am 28. April erhält Jakubowski den Rang eines Armeegenerals.

1963

Der nach nur knapp dreieinhalbjähriger Tätigkeit aus Gesundheitsgründen seinen Posten verlassende amerikanische Botschafter Walter C. Dowling verabschiedet sich vom Regierenden Bürgermeister Brandt im Rathaus Schöneberg.

1967

Konrad Adenauer, erster Kanzler der Bundesrepublik Deutschland (1949 bis 1963), stirbt nach kurzer schwerer Krankheit im Alter von 91 Jahren in seinem Haus in Rhöndorf bei Bonn. Nach einem Staatsakt im Plenarsaal des Bundestages, einem Pontifikalrequiem im Kölner Dom, an denen u. a. Frankreichs Staatspräsident de Gaulle und US-Präsident Johnson sowie zehn Regierungschefs teilnehmen, und der Beisetzung auf dem Rhöndorfer Friedhof im engsten Familienkreis am 25. April würdigen tags darauf in einer Gedenkfeier von Abgeordnetenhaus und Senat im Rathaus Schöneberg Parlamentspräsident Sickert und der Regierende Bürgermeister Albertz die Verdienste des toten Ehrenbürgers in Anwesenheit seiner Söhne Konrad und Georg. Im Anschluß daran vollzieht Charlottenburgs Bezirksbürgermeister Spruch am Theodor-Heuss-Platz die Umbenennung des Kaiserdamms in "Adenauerdamm", was der überwiegende Teil der Zuschauer allerdings mit Mißfallenskundgebungen quittiert.

Einweihung des "Alexander-von Humboldt-Hauses" der "Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin" in der Arno-Holz-Straße 14 auf dem Steglitzer Fichtenberg im Beisein von Bundespräsident Lübke und des Vorsitzenden der Gesellschaft, Ferdinand Friedensburg. Das mit Mitteln der Stiftung Volkswagenwerk, des Berliner Zahlenlottos und der Thyssen-Stiftung nach Plänen Hans Bertlings errichtete Gebäude verfügt über einen großen Lese- und Vortragssaal, der rund 200 Personen Platz bietet, ein Bibliotheksmagazin, ein repräsentatives Sitzungszimmer und Verwaltungsräume. Damit verfügt die älteste wissenschaftlich-geographische Gesellschaft Deutschlands - 1828 auf Anregung Alexander von Humboldts gegründet und Zweitälteste der Welt - nach längerer Zeit wieder über ein eigenes Domizil; bis zur Zerstörung im Jahre 1944 gehörte ihr das Fürstenberg-Palais in der Wilhelmstraße, nach Kriegsende fand sie eine provisorische Unterkunft in der Potsdamer Straße in Lichterfelde.

1968

Die Botschafter der Westmächte in Bonn - McGhee (USA), Roberts (Großbritannien) und Seydoux (Frankreich) - weisen in vollinhaltlich übereinstimmenden Schreiben den Protest ihres sowjetischen Kollegen in Ost-Berlin, Abrassimow, über angeblich neonazistische Aktivitäten in West-Berlin (vgl. 10. März) als "schwerlich mit der Wirklichkeit übereinstimmend" zurück. Sie nehmen zugleich den Berliner Senat vor dem Vorwurf in Schutz, er habe derlei Bestrebungen geduldet oder gar ermutigt. Die Botschafter versichern überdies, daß die westlichen Militärbehörden in Berlin jede aus dem Neonazismus oder irgendeiner anderen totalitären Aktivität erwachsende Bedrohung des demokratischen Systems äußerst ernst nehmen.

1969

In West-Berlin wird der "Bund der Mitteldeutschen" (BMD), zu dem sich elf Landsmannschaften und Flüchtlingsverbände zusammengeschlossen haben, gegründet. Präsident wird Bundesminister a.D. Ernst Lemmer (CDU).

1970

Anläßlich des 100. Geburtstags des Begründers der Sowjetunion, Wladimir I. Lenin (1870 - 1924), wird in Ost-Berlin (Berlin-Friedrichshain) der neue Leninplatz mit der Enthüllung eines Lenin-Denkmals, das von dem sowjetischen Bildhauer und Präsidenten der Akademie der Künste der UdSSR, Nikolai W. Tomski, geschaffen wurde, eingeweiht. (Vgl. 17. April.) 200?000 Menschen nehmen laut "Neues Deutschland" an der Kundgebung teil. In Anwesenheit des Staats- und Parteichefs Walter Ulbricht, des Vorsitzenden des Ministerrats, Willi Stoph, des sowjetischen Botschafters in der DDR, Pjotr A. Abrassimow, und des Bildhauers Tomski wird das 19 Meter hohe Monument aus rotem ukrainischem Granit _ ein kolossales Standbild Lenins vor stilisiertem Fahnentuch _ der Öffentlichkeit übergeben. "Einen der schönsten Plätze des neuen Berlins haben wir Wladimir Iljitsch Lenin gewidmet, dessen 100. Geburtstag für die Bürger der DDR ein bewegender Feiertag ist", sagt Ulbricht in seiner Ansprache. "Indem wir Lenins Lehren prinzipienfest auf die deutschen Verhältnisse anwandten und sie im Kampf für den Sieg des Sozialismus in einer einstigen Bastion des Imperialismus weiterentwickelten, konnten wir erfolgreich einen starken und modernen sozialistischen Staat errichten."
   Nach der Kundgebung gibt Botschafter Abrassimow einen Empfang in seiner Residenz Unter den Linden.

Im Jüdischen Gemeindehaus in Berlin-Charlottenburg findet eine Gedenkfeier anläßlich des 27. Jahrestags des Aufstands im Warschauer Ghetto statt. Im Rahmen der Feier erhält Staatssekretär Georg Ferdinand Duckwitz vom Auswärtigen Amt den Heinrich-Stahl-Preis der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Duckwitz hatte 1943 mehr als 7?000 dänischen Juden zur Flucht verholfen. Als Schiffahrtsexperte der deutschen Gesandtschaft im besetzten Dänemark hatte er damals mit der dänischen Widerstandsbewegung zusammengearbeitet. In seiner Würdigung des Preisträgers bezeichnet der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Heinz Galinski, dessen Aktion zur Rettung der dänischen Juden als leuchtendes Beispiel "solidarischen Handelns im Dienste der Menschlichkeit" und als "wohl einzigartigen Kampf einer Minderheit für die Menschenwürde, gegen Gewalt, Terror und Unmenschlichkeit". An der Preisverleihung nehmen auch Bundeskanzler Willy Brandt und der Botschafter Israels in der Bundesrepublik Deutschland, Eliashiw Ben-Horin, teil.

1971

Das am 14. März gewählte Abgeordnetenhaus tritt im Rathaus Schöneberg zu seiner konstituierenden Sitzung (6. Wahlperiode) zusammen. (Vgl. 14. März.) Sie wird von Alterspräsident Lothar Schulz (CDU) eröffnet. Zum Abgeordnetenhaus Präsidenten wählen die 138 Abgeordneten einstimmig Walter Sickert (SPD), den bisherigen Amtsinhaber. Zu stellvertretenden Präsidenten werden bei einer bzw. zwei Stimmenthaltungen der CDU Landesvorsitzende Peter Lorenz sowie der F.D.P. Abgeordnete und noch amtierende Justizsenator Hans Günter Hoppe gewählt.

1972

400 Kriminalbeamte und Schutzpolizisten durchsuchen das Martha-Maria-Haus auf dem Gelände des stillgelegten Bethanien-Krankenhauses in Berlin-Kreuzberg. Dieses Haus wurde im Dezember 1971 von Jugendlichen besetzt und wenig später vom Bezirksamt für eine Nutzung durch diese Jugendlichen freigegeben. Die Polizei erhielt mehrere Hinweise, daß in dem Haus, das die Jugendlichen "Georg-von-Rauch-Haus" nennen (vgl. 20. Januar), Gegenstände gesehen worden seien, die im Zusammenhang mit dem Sprengstoffanschlag im britischen Yacht-Club in Berlin-Gatow stehen könnten. (Vgl. 2. Februar.) Es werden zunächst 28 Personen festgenommen, von denen 23 im Laufe des Vormittags wieder entlassen werden. Am folgenden Tag werden zwei Haftbefehle erlassen.

1972

Im Bundeskanzleramt in Bonn setzen der Staatssekretär im Bundeskanzleramt, Egon Bahr, und der Staatssekretär beim Ministerrat der DDR, Michael Kohl, ihre Verhandlungen über einen allgemeinen Verkehrsvertrag zwischen der Bundesrepublik und der DDR fort. (Vgl. 12. April.)

1973

Im Alter von 73 Jahren stirbt in West-Berlin der ehemalige Leiter der Treuhandstelle für den Interzonenhandel, Kurt Leopold. Er gehörte der Treuhandstelle seit 1949 an und leitete sie von 1952 bis zum Erreichen der Altersgrenze im Jahre 1964.
   Die Beisetzung findet am 27. April auf dem Zehlendorfer Waldfriedhof statt.

1982

Im Gästehaus des Senats im Grunewald trifft der Regierende Bürgermeister von Weizsäcker den sowjetischen Botschafter in der DDR, Abrassimow, zu einem zweieinhalbstündigen Gespräch über beiderseits interessierende Fragen.

1982

Auf dem 3. Internationalen Recycling-Kongreß im ICC - begleitet von einer Ausstellung - erörtern rund 1400 Fachleute aus mehr als 40 Ländern u. a. Probleme der Verwertungsmöglichkeiten für Hausmüll, Schlämme, Rückstände aus Industrie und Gewerbe sowie der Wiederverwendung gebrauchter Metalle, der Behandlung von Krankenhausabfällen und der Verwertung von Abfällen in Ländern der Dritten Welt.

1983

Die Jüdische Gemeinde gedenkt des 40. Jahrestages des Aufstandes im Warschauer Ghetto in einer Feierstunde, auf der der Gemeindevorsitzende Galinski und der Regierende Bürgermeister von Weizsäcker den Kampf der dort eingepferchten Menschen als Symbol des jüdischen Freiheitsgeistes würdigen, die damit zugleich gezeigt hätten, daß Widerstand nicht nur dann einen Sinn habe, wenn die Chance zum Sieg bestünde.

1984

Mit der traditionellen Feierstunde gedenkt die Jüdische Gemeinde des 41. Jahrestages des Aufstandes im Warschauer Ghetto. Würdigt der Regierende Bürgermeister Diepgen in seiner Ansprache die Kämpfer im Ghetto wie den deutschen Widerstand als Vorbilder für die heutige Zeit, so erinnert der Gemeindevorsitzende Galinski an den historischen Zusammenhang zwischen dem Ghettoaufstand und der Gründung des Staates Israel.

1985

Schönebergs Bezirksbürgermeister Jakesch übergibt im Rahmen eines kleinen Volksfestes den in den letzten fünf Jahren für rund 15,5 Mio. DM umgestalteten Wittenbergplatz der Öffentlichkeit. Hauptattraktion der neuen Anlage mit Bänken, Leuchten, nostalgischen Kiosken, neuem Straßenpflaster - allein 31600 Natursteinplatten wurden verlegt -, Rasenflächen und 100 z.T. neu gepflanzten Bäumen ist der von dem im Mai 1984 verstorbenen Bildhauer Waldemar Grzimek geschaffene "Nordbrunnen", dessen Pendant auf der Südseite des Platzes erst in wenigen Monaten montiert werden kann (vgl. 12. Juli).

1986

An einer von der AL organisierten Demonstration gegen die amerikanischen Luftangriffe auf Ziele in Libyen (vgl. 15. April) beteiligen sich nach Schätzungen der Polizei etwa 6.500 Personen, die vom Platz der Luftbrücke in Tempelhof zum Nollendorfplatz in Schöneberg ziehen, wo die Abschlußkundgebung stattfindet. Im Anschluß daran errichten "einige hundert" Personen auf dem Winterfeldtplatz in Schöneberg Barrikaden; starke Polizeikräfte verhindern weitere Zwischenfälle und Ausschreitungen.

1988

Einem 30jährigen Gebäudereiniger gelingt in den frühen Morgenstunden mit Hilfe einer Leiter die Überwindung der Mauer vom Bezirk Treptow in den Bezirk Neukölln trotz starken Beschüsses von DDR-Grenzposten in der Nähe der Laubenkolonie "Märkische Schweiz". Die westlichen Stadtkommandanten - Cann (Frankreich), Brooking (Großbritannien), und Mitchell (USA) -, der Senat und die Bundesregierung protestieren erneut gegen den Schußwaffengebrauch und fordern von den Verantwortlichen "derartige Ausschreitungen zu unterbinden und elementare Menschenrechte zu beachten" (vgl. 27. Januar).

Der sowjetische Botschafter in Ost-Berlin, Kotschemassow, empfängt in seiner Residenz Unter den Linden den SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzenden Momper zu einem Gespräch, in welchem beide in sachlicher Atmosphäre Fragen von gegenseitigem Interesse erörtern (vgl. 5. Februar), darunter auch, wie "Beobachter" vermuten, die Frage einer möglichen Moskau-Reise Mompers, und zwar unter protokollarischen Bedingungen, mit denen die Sowjetunion die Außenvertretung Berlins durch den Bund anerkennen würde. - Die damit verbundenen Probleme ließen sich jedoch nicht aus dem Weg räumen, denn den im Frühherbst geplanten viertägigen Besuch sagte Momper nach Konsultationen mit der Bundesregierung am 7. September ab.

1989

Im Zusammenhang mit Hitlers 100. Geburtstag am 20. April kommt es zu mehreren Zusammenstößen zwischen überwiegend jugendlichen Links- und Rechtsradikalen, in deren Verlauf die Polizei in verschiedenen Bezirken 90 Personen vorübergehend festnimmt. Ein Sprecher des "antifaschistischen Aktionsbündnisses West-Berlin" bezeichnet die bei einer spontanen Demonstration im Bezirk Kreuzberg entstandenen Sachschäden - zertrümmerte Fensterscheiben, umgestürzte Bauwagen u.a.m. - als bedauerlich. Zugleich wertet er es als einen Erfolg, daß Neonazis am 20. April keinen Aufmarsch durchführen konnten. Die vom "Bündnis" organisierten "Fahrwachen" an "gefährdeten Objekten" begründet er mit der Notwendigkeit, dort Treffen von Neonazis zu verhindern, denn die Polizei hätte in der Vergangenheit bei rechten Übergriffen nichts unternommen.

1990

In seiner Regierungserklärung vor der Volkskammer der DDR (3. Tagung, 10. Wahlperiode) spricht sich Ministerpräsident Lothar de Maizière für die Verwirklichung der deutschen Einheit über einen vertraglich zu vereinbarenden Weg gemäß Art. 23 GG aus. Er bekennt sich zu einer ökologisch verpflichteten sozialen Marktwirtschaft, die in Zusammenarbeit mit der Bundesrepublik und der EG jetzt Schritt für Schritt verwirklicht werden solle. Die Grundlagen für die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion, die als Einheit betrachtet werden müsse, sollten in den nächsten acht bis zehn Wochen gelegt werden, damit diese Union noch vor der Sommerpause in Kraft treten könne.

1993

Die Umgestaltung der Neuen Wache Unter den Linden zur Zentralen Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland beginnt. (Vgl. 27. Januar.)

1994

Vor dem Abschluß von Städtepartnerschaften soll es künftig eine bessere Abstimmung im Senat geben. Wie Senatssprecher Michael-Andreas Butz mitteilt, hat der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen eine Vorlage angekündigt, die das Verfahren über das Zustandekommen solcher Abkommen genau regeln soll. Diepgen reagiert damit auf Kritik aus den Reihen der SPD an den umstrittenen Partnerschaften mit Peking und Jakarta. (Vgl. 13. April.)

Anläßlich des 51. Jahrestags des Aufstands im Warschauer Ghetto findet im Jüdischen Gemeindehaus in Berlin-Charlottenburg eine Gedenkveranstaltung statt. Jerzy Kanal, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, sagt, wo Ausländerfeindlichkeit Fuß fasse, lasse der Antisemitismus nicht lange auf sich warten.

1998

Anläßlich des 55. Jahrestags des Aufstands im Warschauer Ghetto und des Holocaust-Gedenktags am 23. Apr. veranstaltet die Jüdische Gemeinde zu Berlin eine Gedenkfeier. Der Botschafter Israels in der Bundesrepublik Deutschland, Avi Primor, ruft dazu auf, die Vergangenheit nicht zu vergessen. "Was man unter den Teppich kehrt, verschwindet nicht", sagt er.
Während der Gedenkfeier erhält die in Amsterdam lebende Sängerin Paula Lindberg-Salomon den Heinrich-Stahl-Preis der Jüdischen Gemeinde. Die Mezzosopranistin begann ihre Karriere in den 20er Jahren in Berlin und arbeitete mit den großen Dirigenten der Zeit zusammen. 1933 wurde sie als Jüdin mit Auftrittsverbot belegt. Bis zu ihrer Flucht nach Holland einige Jahre später trat sie noch als Solistin im Kulturbund Deutscher Juden auf.

1999

Das umgebaute Reichstagsgebäude wird ordentlicher Sitz des Deutschen Bundestags. (Vgl. 25. Feb. 1999, 18. Mär. 1999.) In einer Zeremonie vor dem Westportal überreicht der britische Architekt Sir Norman Foster dem Parlamentspräsidenten Wolfgang Thierse den symbolischen Schlüssel. Anschließend versammelt sich der Bundestag zu seiner ersten Sitzung im neuen Zuhause. Im Mittelpunkt der Sitzung steht eine Regierungserklärung von Bundeskanzler Gerhard Schröder zum Stand der deutschen Einheit. Schröder sagt, die Zwischenbilanz sei überwiegend positiv. Es gebe eine eindrucksvolle Aufbauleistung in Ostdeutschland, wenngleich das Ost-West-Gefälle noch nicht überwunden sei.
Vom 21. bis zum 25. Apr. besteht für die Bürger Gelegenheit, den neuen Parlamentssitz zu besichtigen. Täglich stehen etwa 30 000 Menschen stundenlang an.

Der von Bonn nach Berlin umgezogene Zentralrat der Juden in Deutschland bezieht offiziell seinen neuen Amtssitz im ehemaligen Gebäude der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Berlin-Mitte. Der renovierte Bau in der Tucholskystraße wird künftig den Namen "Leo-Baeck-Haus" tragen. Leo Baeck (1873 - 1956) war Leiter der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums bis zu ihrer Zerschlagung im Jahre 1942 durch die Nationalsozialisten.
Die Jüdische Gemeinde zu Berlin veranstaltet in ihrem Gemeindehaus in Berlin-Charlottenburg eine Gedenkfeier anlässlich des 56. Jahrestags des Aufstands im Warschauer Ghetto.

Der Schriftsteller Salman Rushdie stellt im Haus der Kulturen der Welt in Berlin-Tiergarten vor etwa 1 000 Gästen sein neues Buch "Der Boden unter ihren Füßen" vor. Im Feb. 1989 hatte das geistliche und politische Oberhaupt des Iran, Ajatollah Khomeiny, Rushdies Roman "Die satanischen Verse" als Gotteslästerung bewertet und alle Muslime der Welt aufgerufen, den Autor zu töten.

2005

Am 38. Todestag von Konrad Adenauer (1876-1967) wird auf dem Adenauerplatz in Charlottenburg ein Denkmal für den CDU-Politiker, ersten Kanzler der Bundesrepu-blik Deutschland (1949-1963) und Berliner Ehrenbürger (seit 1963) enthüllt. Initiator des Denkmals ist die Konrad-Adenauer-Stiftung. Als Sponsor wurde die Wall AG gewonnen. Entworfen hat die 1,85 hohe Bronzestatue die Kölner Bildhauerin Helga Tiemann. Sie schuf auch Adenauers Bild für die Galerie der Ehrenbürger von Berlin im Abgeordnetenhaus. Zur Einweihung des Denkmals hat man CDU-Bundes- und Landesprominenz eingeladen, darunter die Bundesvorsitzende Angela Merkel.

Erstmals in seiner Vereinsgeschichte ist der EHC Eisbären Berlin gesamtdeutscher Eishockeymeister. Die Berliner gewinnen auch das dritte Finalspiel gegen Adler Mannheim, das 4 : 1 (1 : 1, 1 : 0, 2 : 0) bedeutet den dritten notwendigen Sieg in der Serie.

2008

Das 65. DFB-Pokalfinale im ausverkauften Olympiastadion in Charlottenburg gewinnt der FC Bayern München gegen Borussia Dortmund mit 2 : 1 n. V. (1 : 1, 1 : 0). Bundespräsident Horst Köhler überreicht den Pokal.

2011

5 : 4 gegen die Grizzly Adams Wolfsburg: Zum fünften Mal wird die Mannschaft des EHC Eisbären Berlin deutscher Eishockeymeister.

2018

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchen die Baustelle des Humboldt-Forums, werden im Beisein von Kulturstaatsministerin Monika Grütters von den Gründungsintendanten Neil MacGregor, Hermann Parzinger und Horst Bredekamp durch das neue Berliner Schloss geführt. In einer Pressekonferenz betont Macron auch die verbindende Kraft der Kultur und die Symbolstärke des Ortes, der ja dem internationalen Ideenaustausch gewidmet sein wird.


Zitierform: Berlin - Chronik. Online-Version : Hrsg. vom Landesarchiv Berlin. - URL: http://www.berlin-chronik.de (Stand: 19.04.2021)