Was geschah am 28.05. im Jahr ...

1946

Das Koordinierungskomitee des Alliierten Kontrollrats weist in seiner 57. Sitzung die Alliierte Kommandantur an, die Sozialdemokratische Partei Deutschlands und die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands in allen vier Sektoren Berlins anzuerkennen. Genehmigt werden ferner ein einheitliches Meldesystem für Kraftfahrzeug-Transporte und die Einführung eines Fahrtenbuches für zivile Kraftfahrzeuge.

Mit BK/O (46) 235 ordnet die Alliierte Kommandantur eine Neuberechnung der Gasrationierung für Privathaushalte an, nach der die Zahl der in einer Wohnung zusammen lebenden verschiedenen Parteien berücksichtigt wird. Die Formel für monatlichen Gasverbrauch je Haushalt lautet 8 (N/3 + 1) cbm, wobei N die Anzahl der in einer Wohnung lebenden, an einen Gaszähler angeschlossenen Familiengruppen oder Einzelpersonen bedeutet.

Premiere der Oper "Simone Boccanegra" von Verdi in der Städtischen Oper mit Joseph Metternich in der Hauptpartie. Regie führt Michael Bohnen. Die musikalische Leitung hat Arthur Rother.

1947

In Beantwortung eines Schreibens des Magistrats vom 5. April 1947 billigt die Alliierte Kommandantur durch BK/O (47) 128 diesem das Recht zu, Angestellte einzustellen, zu versetzen und zu entlassen. Die Anordnungen BK/O (46) 101 a, BK/O (46) 209 (vgl. Schriftenr. Bln. Zeitgesch., Bd. 1, 10.5.1946) und BK/O (47) 56 sind jedoch genau zu beachten. Das Recht der Komitees der Alliierten Kommandantur, selbst Entlassungen anzuordnen, darf nicht beanstandet werden, vor allem dann nicht, wenn diese durch BK/O (47) 101a (Entnazifizierung, vgl. Schriftenr. Bln. Zeitgesch., Bd. 1, 26.2.1946) oder aus Gründen der politischen und beruflichen Amtsunfähigkeit bedingt sind.

Der Magistrat bittet auf seiner Sitzung die Alliierte Kommandantur, die Besatzungsmächte zu veranlassen, außer bei dringendem Bedarf keinen neuen Wohn- und Geschäftsraum zu beschlagnahmen und nicht mehr benötigten Wohnraum an die Berliner Bevölkerung zurückzugeben.
Die Abteilung für Bau- und Wohnungswesen erhält den Auftrag, eine Magistratsvorlage über die Planung der in nächster Zeit durchzuführenden Friedhofsprojekte auszuarbeiten. Ein weiterer Auftrag an diese Abteilung sieht einen vorläufigen Plan über die Ausgestaltung einer Gedenkstätte für die großen sozialistischen Führer Berlins sowie eine künstlerisch besonders wertvolle Ausgestaltung eines Gedenksteins für den Friedhof der Märzgefallenen vor.
Der Magistrat stimmt dem Vorschlag der Abteilung für Volksbildung zu, in dem neu hergerichteten Theatergebäude in der Behrenstraße, einen Theaterbetrieb in städtischer Regie zu errichten, der den Namen "Komische Oper" erhält. Unter der Leitung des Regisseurs Walter Felsenstein soll in diesem Theater die klassische Operette gepflegt werden unter bewußtem Ausschluß der gegenwärtig den Operettenspielplan beherrschenden süßlich-sentimentalen Schablone.
Der Magistrat beschließt die Satzung der Sparkasse von Groß-Berlin.
Der Unterricht an den acht kaufmännischen Berufsschulen der Stadt wird auf zwölf Stunden wöchentlich erhöht.
Da Propst Grüber wegen Arbeitsüberlastung aus dem Beirat für kirchliche Angelegenheiten ausscheidet, beruft der Magistrat den vom evangelischen Bischof von Berlin, D. Dr. Dibelius, vorgeschlagenen Pfarrer Werner Messow. Nachfolger des ausgeschiedenen katholischen Vertreters, Domkapitular Peter Buchholz, ist Pfarrer Heinrich Tomberge (vgl. Schriftenr. Bln. Zeitgesch., Bd. 1, 17.5.1945).

Die Fraktionsvorsitzenden der Parteien in den Bezirksverordnetenversammlungen beraten auf einer zum ersten Male stattfindenden Sektorenkonferenz Maßnahmen für den Winter 1947/48.

Die Stadtverordnetenfraktion der CDU erörtert auf einer Tagung die Grundsätze ihrer Kommunalpolitik. Sie beschließt eine eigenständige Politik völliger Unabhängigkeit nach innen und außen, ist aber bereit, mit allen anderen demokratischen Kräften zusammenzuarbeiten.

Nahezu 2000 Lehrer lehnen auf einer im Mercedes-Palast stattfindenden Versammlung des Verbandes der Lehrer und Erzieher im FDGB nach einem Referat des Vorsitzenden, Oberschulrat Richard Schröter (SPD), die Magistratsvorlage zur Schulreform als untragbar ab. Sie fordern die Einheitsschule sowie das Verbot der Privatschulen und wenden sich gegen Bestrebungen, die Schulreform zu vertagen.
Die Schulratskonferenz hatte sich am 3. Mai 1947 für die zwölfklassige Einheitsschule ausgesprochen und die Einteilung in Unter- und Oberstufe sowie den Gedanken der höheren Schule abgelehnt.

1947

Der zweite Deutschlandtag der Jungen Union, der zum ersten Mal Berlin als Tagungsort gewählt hat, behandelt die politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Neuordnung Deutschlands.

1948

Auf der zweitägigen Sitzung der Alliierten Kommandantur setzt sich der britische Stadtkommandant, Generalmajor Herbert, in scharfer Form mit sowjetischen Behauptungen über die angeblich schlechten Verhältnisse in den westlichen Sektoren und Besatzungszonen auseinander.
Der amerikanische Stadtkommandant, Oberst Howley, spricht von "acht riesigen russischen Monopolen im russischen Sektor, die der Stadt 20 Prozent der Produktion des Sektors an elektrischen Ausrüstungen entnehmen". 54 Prozent der Industriekapazität dieses Sektors würden für sowjetische Interessen ausgenutzt.
Eine Entscheidung über die Sozialisierung sowie über die Auflösung des Preußischen Staates und die Übernahme seiner Befugnisse durch die Stadt Berlin kann nicht erreicht werden.
Der sowjetische Stadtkommandant, Generalmajor Kotikow, kündigt das Fernbleiben des sowjetischen Vertreters von den Sitzungen des Komitees für öffentliche Sicherheit an, solange der britische Delegierte, Oberst Stewart, ihm angehört.
Oberst Howley gibt eine längere Erklärung über die Vorstrafen leitender Polizeiangestellter wegen krimineller Vergehen ab.

Der Rat der Bezirksbürgermeister bittet die Abteilung für Volksbildung, dafür zu sorgen, daß die Besetzung der Schulleiter- und Lehrerposten nur nach Vorschlag durch die Abteilung für Volksbildung oder durch das Bezirksamt erfolgt.
In der Lebensmittelkarteneinstufung sollen die Bezirksverordneten nach einem Wunsch der Bezirksbürgermeister den Stadtverordneten gleichgestellt werden.

Die Vollversammlung der Betriebsräte der BVG beschließt für den 2. Juni 1948 einen Proteststreik, um den Forderungen der Belegschaft mehr Nachdruck zu verleihen.

Der Landesvorstand der SPD erklärt die weitere Zusammenarbeit der Jungsozialisten mit den Jungen Liberaldemokraten für unmöglich, nachdem auf einem öffentlichen Diskussionsabend der Jungen Liberaldemokraten in Charlottenburg am Vortage der Referent, Dr. Wilhelm Falk, den Sozialismus unter starkem Beifall in scharfen Formulierungen kritisiert hatte. Der Aktionsausschuß der jungen Generation der drei demokratischen Parteien gerät damit in eine Krise.

1949

Der Güterzugverkehr zwischen den westlichen Besatzungszonen und Berlin ruht fast völlig. Die Zahl der zwischen Helmstedt und Berlin stehenden Züge erhöht sich auf vierzig. Es verkehren lediglich die deutschen Personenzüge.
Der britische Stadtkommandant, Generalmajor Bourne, erklärt, daß die nach Beendigung der Blockade erhoffte Rückkehr zu einem normalen Leben in Berlin durch die fortbestehenden Verkehrsbeschränkungen verzögert werde. Seit dem 24. Mai seien nur drei Güterzüge in Berlin eingetroffen, da es die Reichsbahndirektion in der sowjetischen Besatzungszone ablehne, Güterzüge aus Westdeutschland nach Berlin zu befördern. Die Versorgungsschwierigkeiten der Stadt würden ohne die bestehengebliebene Luftbrücke "jetzt ebenso groß sein wie an den schwärzesten Tagen der Blockade".

Der Generaldirektor der Reichsbahn in der sowjetischen Besatzungszone, Kreikemeyer (SED), teilt in seiner Antwort an Oberbürgermeister Professor Reuter mit, daß vom 1. Juni 1949 an für alle Leistungen der Reichsbahn in den westlichen Sektoren ausschließlich DM (West) entgegengenommen werde. Zugleich werde die Reichsbahn ab Juni 1949 bis zur "endgültigen Klärung der Berliner Währungsverhältnisse" den Westberliner Eisenbahnern mindestens 60 Prozent ihrer Bezüge in DM (West) auszahlen.

Die Abteilung für Post- und Fernmeldewesen des Magistrats gibt bekannt, daß die Postgebühren vom 1. Juni 1949 an in den Berliner Westsektoren den niedrigeren Sätzen angeglichen werden, die schon längere Zeit in den westlichen Besatzungszonen gelten.

1951

Die Alliierte Kommandantur weist mit BK/L (51) 63 den Senat an, das bei den alliierten Behörden beschäftigte deutsche Personal mit den Bediensteten des Landes Berlin gleichzustellen. Dies sei vor allem nach Übernahme des Königsteiner Abkommens auf Berlin notwendig geworden. Sie erwartet die Bestätigung des Senats, daß alle zukünftigen Gehalts- und Lohnerhöhungen für städtische Arbeitnehmer grundsätzlich auch den bei alliierten Behörden beschäftigten Deutschen sofort gewährt werden.

19. (Ordentliche) Sitzung des Senats von Berlin.
Der Regierende Bürgermeister Professor Reuter berichtet dem Senat von seiner Besprechung mit Bundesfinanzminister Dr. Schäffer am 26. Mai über die Frage der in den Dahlemer Museen ausgestellten Kunstwerke, in der Dr. Schäffer alle Vorschläge auf Anhörung einer neutralen Sachverständigenkommission über Zustand und Transportfähigkeit der Bilder abgelehnt hat. Nach ernster Prüfung dieser Sachlage sieht sich der Senat daher gezwungen, die Rückgabe der Bilder anzuordnen und die Verantwortung für alle daraus entstehenden Folgen der Bundesregierung zu überlassen.

Der Senat beschließt die Grundsätze für Sofortmaßnahmen zur Sicherung der Unterbringung der unter Art. 131 GG fallenden Personen in den Dienststellen der öffentlichen Verwaltung von Berlin. Danach müssen freie, frei werdende und neugeschaffene Planstellen vorzugsweise mit Personen besetzt werden, die vor dem 8. Mai 1945 im öffentlichen Dienst gestanden haben und durch nationalsozialistische Unterdrückungsmaßnahmen politisch, rassisch oder religiös verfolgt wurden, nach dem 8. Mai 1945 weder aus beamten- noch aus tarifrechtlichen Gründen aus dem öffentlichen Dienst entlassen worden sind, auch wenn ihre letzte Dienststelle außerhalb des Gebiets der jetzigen Bundesrepublik und West-Berlins lag, und eine zehnjährige Dienstzeit nachweisen, Berufssoldaten der ehemaligen deutschen Wehrmacht oder berufsmäßige Angehörige des früheren Reichsarbeitsdienstes mit wenigstens zehn Dienstjahren waren; traten sie vor dem 8. Mai 1935 ein und sind sie inzwischen Beamte geworden, müssen sie gleichfalls am 8. Mai 1945 noch im öffentlichen Dienst gestanden haben.

Nach einem Bericht Finanzsenators Dr. Haas von seinen positiv verlaufenen Verhandlungen mit Bundesfinanzminister Dr. Schäffer über die Erstattung der Kosten für den gesamten Zoll- und Kontrolldienst in Berlin stimmt der Senat der Verstärkung des Personals der Zollverwaltung um fast 600 Stellen zu. Durch diese Vermehrung wird erreicht, daß die Sektoren- und Zonengrenze auf je einem Kilometer mit einem Mann Tag und Nacht bewacht werden kann.

1952

Alle westdeutschen und West-Berliner Tageszeitungen können wegen eines 48stündigen Druckerstreiks nicht erscheinen, zu dem die IG Druck und Papier aus Protest gegen den Regierungsentwurf des künftigen Betriebsverfassungsgesetzes aufgerufen hatte. Die Versuche des Regierenden Bürgermeisters Ernst Reuter und der Berliner Vorsitzenden der SPD und des DGB, Franz Neumann und Ernst Scharnowski, den Streik wegen der aktuellen politischen Situation nicht auch auf Berlin auszudehnen, scheiterten am Widerstand der Vorstände, des DGB und der IG Druck und Papier.

1953

Der Ministerrat der Sowjetunion veröffentlicht seinen Beschluß, die SKK in Deutschland aufzulösen sowie den Oberkommandierenden der sowjetischen Truppen von der Ausübung der Kontrollfunktionen in der "Deutschen Demokratischen Republik" zu entbinden und seine Tätigkeit auf das Kommando über die Truppen in Deutschland zu beschränken. Der Ministerrat gibt ferner die Schaffung des Amtes eines Hohen Kommissars der Sowjetunion in Deutschland mit Amtssitz in Berlin bekannt. Der Hohe Kommissar wird mit der Vertretung ihrer Interessen in Deutschland und der Überwachung der Tätigkeit der staatlichen Organe der "Deutschen Demokratischen Republik" im Hinblick auf die Erfüllung der Verpflichtungen, die sich aus den Potsdamer Beschlüssen der alliierten Mächte über Deutschland ergeben, betraut. Zu seinen Aufgaben gehört ferner die Aufrechterhaltung der entsprechenden Verbindung mit den Vertretern der Besatzungsbehörden der Vereinigten Staaten, Großbritanniens und Frankreichs in den Fragen gesamtdeutschen Charakters, die sich aus den vereinbarten Beschlüssen der vier Mächte über Deutschland ergeben. Zum Hohen Kommissar wird Botschafter Wladimir S. Semjonow ernannt.
Die Einrichtung dieses Amtes und die Rückkehr des Deutschlandexperten Semjonow führt in der in- und ausländischen Presse zu zahlreichen Spekulationen über die zukünftige Entwicklung in Mitteldeutschland und die sowjetische Deutschlandpolitik.

Die Alliierte Kommandantur unterrichtet durch BK/O (53) 17 den Senat von ihrem Beschluß, das Kontrollratsgesetz Nr. 18 (Wohnungsgesetz) sowie die Anordnungen BK/O (46) 369 und BK/O (46) 369 a zur Wohnraumbewirtschaftung (vgl. Schriftenr. Bln. Zeitgesch., Bd. 4, 1. Hlbd., Dok. Nr. 429, S. 683 ff.) aufzuheben, wenn das Bundesgesetz über Wohnraumbewirtschaftung in Berlin in Kraft tritt. Jedoch soll der Artikel XI des Kontrollratsgesetzes, der die Besatzungsbehörden ermächtigt, Gemeinden oder gewisse Bezirke zu "Brennpunkten des Wohnraumbedarfs" zu erklären, weiterhin in Kraft bleiben.

70. (Außerordentliche) Sitzung des Abgeordnetenhauses von Berlin.
Die Abgeordneten stimmen, entsprechend der am Vortage getroffenen Vereinbarung zwischen Senat und Parteien, mit großer Mehrheit einer Dringlichkeitsvorlage des Senats über die Fortsetzung der bisherigen Brotpreissubventionen bis Ende Juni zu. In weiteren Verhandlungen mit Bundesfinanzminister Dr. Schäffer soll der Kreis der Empfänger einer Beihilfe und deren Höhe beim Fortfall der Subvention genau begrenzt werden. Der Vorschlag des Bundesfinanzministers sieht die Zahlung der Beihilfe in Höhe von 5,70 DM für etwa 420 000 Bedürftige vor, während der Senat einen höheren Betrag und eine Erweiterung bis zu 700 000 Personen anstrebt.

Der Ministerrat der Sowjetzone folgt "dem von breiten Kreisen der Werktätigen ausgedrückten Wunsche nach genereller Überprüfung und Erhöhung der Arbeitsnormen" und beschließt auf seiner Sitzung eine allgemeine Erhöhung der für die Produktion entscheidenden Arbeitsnormen um 10 Prozent bis zum 30. Juni und die Umstellung von mindestens 50 Prozent des Normensystems auf neue, technisch begründete Arbeitsnormen (TAN) ab 1. Januar 1954.

Der Ministerrat beschließt die Wiederausgabe von Lebensmittelkarten ab 1. Juli an einen großen Teil der nach der Verordnung vom April ausgeschlossenen Personen. Der wieder zugelassene Personenkreis wird im Kommunique der Sitzung jedoch näher erläutert.

1954

32. Sitzung des Deutschen Bundestages.
Nach kurzer Geschäftsordnungsdebatte überweist der Bundestag mit relativ knapper Mehrheit den FDP-Antrag auf Einberufung der Bundesversammlung zur Wahl des zweiten Bundespräsidenten für den 16. Juli 1954 nach Berlin an die Ausschüsse für Rechtswesen und Verfassungsrecht (federführend) sowie für gesamtdeutsche und Berliner Fragen. Die SPD hatte diesen Antrag abgelehnt, weil es sich nach ihrer Auffassung nicht um eine Rechts- oder Verfassungsfrage, sondern einzig und allein um eine rein politische Frage, um ein Bekenntnis zu Berlin handele und deshalb die Federführung beim Ausschuß für gesamtdeutsche und Berliner Fragen zu liegen habe.
Der Beratung im Bundestag waren bereits wochenlange Diskussionen in der Öffentlichkeit vorausgegangen, ob die Wahl des Bundespräsidenten im Juli oder seine Amtseinführung im September in Berlin stattfinden sollte und ob die Alliierten Bedenken gegen den Zusammentritt der Bundesversammlung in Berlin äußern würden.

Bundesfinanzminister Dr. Schäffer teilt auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Professor Schellenberg mit, daß über die Frage der Wiederaufnahme von Rentenzahlungen durch die Zusatzversorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL) an Berliner ehemalige Leistungsempfänger noch zwischen seinem Ministerium, dem Senat und der VBL verhandelt wird. Eine hierzu erforderliche Vereinbarung des Senats mit der VBL setze aber die Zustimmung der Berliner Gewerkschaften zu der Regelung voraus, daß ab 1. Juli 1954 alle neueinzustellenden Berliner Angestellten und Arbeiter ihre Alters- und Hinterbliebenenversorgung durch die VBL erhalten. Zahlungen an die Berliner Altrentner der Anstalt wären aber nur möglich, wenn die Forderung der Berliner Gewerkschaften auf eine beamtenähnliche Versorgung der Angestellten und Arbeiter der Stadt Berlin entfiele.

Der stellvertretende amerikanische Hohe Kommissar Henry Parkman äußert sich in einem Vortrag im Harnack-Haus vor der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland zuversichtlich über die Zukunft Berlins. Dank der Vitalität seiner Bevölkerung atme die Stadt heute wieder ein Klima des Vertrauens, eine Luft, geladen mit geistiger und wirtschaftlicher Kraft und Energie. Schon heute kommen wieder 40 Prozent aller in Deutschland produzierten Fertigkleidung aus Berlin; auch die Filmindustrie zeige einen erfreulichen Aufstieg. Das kulturelle Leben biete den Beweis für die gefestigte Stellung Berlins als internationale Stadt.
Wie auch Senat und Bundesregierung richteten die amerikanischen Behörden in Berlin ihr Hauptaugenmerk auf eine fortdauernde Senkung der Arbeitslosenzahl. Neben den verschiedenen Maßnahmen zur Behebung des Kapitalmangels und zur Schaffung neuer Arbeitsplätze weist Parkman auf die Schulungskurse über Fragen der Rationalisierung hin. Wenn die Berliner Industrie mehr Waren produzieren und verkaufen wolle, bedürfe sie letztlich eines gutgeschulten Manager- und Unternehmerkörpers. Daß Unternehmer auf lange Sicht in Berlin in Sicherheit arbeiten könnten, ergebe sich aus den wiederholten Garantieerklärungen der Westmächte, die auch von realistisch denkenden Männern im Kreml nicht mißverstanden werden könnten.

1955

Nach einer "wochenlangen Pressekampagne und einem letzten Aufruf zahlreicher Ost-Berliner Massenorganisationen und der West-Berliner VVN zum Protest gegen das Kameradschaftstreffen der Angehörigen der ehemaligen "Bären-Division" kommt es gegen 19.30 Uhr vor dem "Volkshaus Tiergarten" in der Perleberger Straße zu schweren Tumulten zwischen rund 2000 vorwiegend kommunistischen Demonstranten und der West-Berliner Polizei. Die Demonstranten attackieren die Polizei mit in Papier gewickelten Steinen, Pfeffer, Stink- und Tränengasbomben, so daß sie erst nach dem Einsatz von Wasserwerfern abgedrängt werden können. Bei Widerstandshandlungen und Steinwürfen werden 34 Polizisten verletzt, wovon fünf ins Krankenhaus gebracht werden müssen; 56 Demonstranten, von denen 44 in Ost-Berlin oder der DDR wohnen, werden vorübergehend fest- oder in polizeilichem Gewahrsam genommen. Die eigentliche Veranstaltung, an der etwa 500 Personen teilnehmen, wie auch eine weitere am nächsten Vormittag verlaufen ohne Störungen.

Innensenator Lipschitz stellt in einer Rundverfügung fest, daß kein Beamter Anspruch auf Anrede mit seiner Amtsbezeichnung hat, ihre Unterlassung kein Dienstvergehen darstellt und er sie im dienstlichen Verkehr ohne Unterschied der Person oder Stellung in jedem Falle für unerwünscht hält. Nach dem Landesbeamtengesetz (§ 42 Abs. 2 Satz 1) führt der Beamte zwar im Dienst die Amtsbezeichnung des ihm übertragenen Amtes, was jedoch nicht bedeute, daß er sich seiner Amtsbezeichnung bei jeder Gelegenheit bedienen müsse. Im übrigen widerspreche es heutigen Anschauungen, wenn auf Amts- und Dienstbezeichnungen, Titel oder akademische Grade besonderer Wert gelegt wird. Das Ansehen eines Menschen ruhe in seiner Persönlichkeit und in seinen Leistungen, bedürfe daher also keiner Stützen durch mehr oder weniger äußerliche Förmlichkeiten. Gerade der öffentliche Dienst sollte hier im Interesse der Verbundenheit mit der Bevölkerung besonders vorbildlich sein.

1956

In der Dahlemer Königin-Luise-Straße wird in Anwesenheit von Bundespräsident Prof. Heuss das neue Gebäude des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung seiner Bestimmung übergeben.
Der Leiter des Instituts, Prof. Friedensburg, vermittelt einen Überblick über dessen Arbeiten, zu denen neben den traditionellen Aufgaben der Konjunkturbetrachtung nach dem zweiten Weltkrieg u. a. Expertisen zur Demontagepolitik der Alliierten, zur Verteilung der Marshallplan-Gelder und ab 1949 regelmäßige Analysen der Berliner Wirtschaft, die Bearbeitung neuer Probleme volkswirtschaftlicher Gesamtrechnung und die Beobachtung der Wirtschaftsentwicklung in der Sowjetzone gehören.
Der Regierende Bürgermeister Prof. Suhr, dem Institut seit seiner Gründung als Mitarbeiter verbunden, bezeichnet die Wirtschaftsforschung als wesentlichen Beitrag zum politischen Handeln und fordert von den Politikern, ein offenes Ohr für den Rat ihrer Wissenschaftler zu haben.
Volksbildungssenator Prof. Tiburtius unterstreicht die Bedeutung der Unabhängigkeit des Instituts, die auch künftig durch Bereitstellung von Berliner Haushaltsmitteln gewährleistet werde, um seinen 100 Mitarbeitern, darunter 35 Wissenschaftlern, die Erfüllung ihrer Aufgaben zu ermöglichen.
Der Bundespräsident verweist in einer kurzen Ansprache auf den ewigen Wechsel von Staatsbeanspruchung und Abwehr staatlicher Einmischung in der Wirtschaft und unterstreicht die Wichtigkeit spontanen Handelns und der Individualität als Voraussetzungen wirtschaftlichen Erfolges neben dem Kalkulierbaren und Gesetzmäßigen.
Den Festvortrag hält der Rektor der FU, Prof. Paulsen, zum Thema "Wirtschaftsforschung und -lenkung".

Zum erstenmal nach dem Kriege geben die Leningrader Philharmoniker unter Leitung ihres Chefdirigenten Jewgenij Mrawinski im Rahmen ihrer Europa-Tournee nach zweimaligem Auftreten in der Ost-Berliner Deutschen Staatsoper im West-Berliner Titania-Palast ein Konzert mit Werken von Tschaikowski und Glasunow.

1957

Das Staatssekretariat für Hochschulwesen der DDR erläßt eine Anweisung zur Regelung von Reisen der Studierenden der Hoch- und Fachschulen in alle NATO-Staaten einschließlich der Bundesrepublik. Danach bedürfen sie "wegen der Gefahren, die sowohl für die persönliche Freiheit wie für die Sicherheit der jungen Bürger der DDR (dort) drohen", in Zukunft einer Befürwortung durch die zuständigen Organe der Hoch- und Fachschulleitungen, die nur bei Besuchen nächster Verwandter oder bei Reisen, die entweder der wissenschaftlichen Fortbildung oder der "friedlichen Annäherung zwischen der DDR und dem betreffenden Staat dienen", erteilt werden.
In einem Kommentar weist das Staatssekretariat darauf hin, daß es "leider" diese "Schutzmaßnahmen" ergreifen mußte, weil sich in letzter Zeit in zunehmendem Maße Anzeichen dafür häuften, daß bestimmte Organe in den NATO-Ländern darauf hinarbeiteten, "unsere akademische Jugend" für aggressive Pläne gegen die DDR einzuspannen und sie für ausgesprochen provokatorische Zwecke zu mißbrauchen. Dennoch hege es die Hoffnung, daß durch Überwindung der aggressiven Absichten der NATO, eine erfolgreiche Entspannungspolitik, die Beseitigung der militaristischen Elemente aus führenden Machtpositionen der Bundesrepublik, den Verzicht auf die "Aufhetzung unserer Jugend" und die Wiederherstellung der demokratischen Bürgerrechte für die Werktätigen in der Bundesrepublik sich möglichst bald die Voraussetzungen dafür schaffen ließen, diese Maßnahmen zum Schutze der studierenden Jugend der DDR überflüssig zu machen.

Bei einer neuen großen Übung der SED-Betriebskampfgruppen im Südosten der Stadt wird, einem ADN-Bericht zufolge, angenommen, daß "konterrevolutionäre Verbände aus West-Berlin" über die Sektorengrenze eingedrungen sind und sich auf dem Eisenbahngelände und im RAW in Schöneweide verschanzt haben. Unter dem Schutze eines Panzerspähwagens dringen die "Genossen Kämpfer", nachdem sie von Leuchtkugeln alarmiert worden waren, gegen die Eindringlinge vor, wobei um jedes Objekt "erbittert" gekämpft wird. Nach Anschwellen des Gefechtslärms und dem unaufhörlichen Peitschen von Karabinerschüssen gelingt es schließlich, eine Mauer und das Haupttor des RAW "zu sprengen" und die "Gegner" zu "vernichten" oder gefangenzunehmen.
Nach Abschluß der Übung nimmt der stellv. DDR-Verkehrsminister Menzel (SED) den Appell der Kampfgruppen ab.

Der Ost-Berliner Forstwirtschaftsbetrieb sperrt nach Absprache mit dem Volkspolizei-Präsidium "im Interesse der erholungssuchenden Berliner Bevölkerung" mit Wirkung vom 30. Mai (Himmelfahrtstag) die östlichen Waldgebiete für den Kraftfahrzeugverkehr. So werden im Gebiet des Müggelsees und der Müggelberge neben dem Befahren der Durchgangschaussee nur die Zufahrtswege zu den Gaststätten freigegeben. Die Fahrzeuge müssen hier auf den vorhandenen Parkplätzen abgestellt werden. Das Parken im Waldgebiet außerhalb der eingerichteten Plätze ist nicht gestattet. Die Auffahrt zum Müggelturm wird wegen fehlender Parkkapazität und aus forst- und feuerschutzpolizeilichen Erwägungen heraus ebenfalls gesperrt. Radfahrer dürfen die Promenadenwege nicht benutzen.

Im Alter von 72 Jahren verstirbt in Cambridge Prof. Martin Wagner, von 1926 bis 1933 Stadtbaurat von Groß-Berlin. Mit seinem Namen ist der Bau der "Hufeisensiedlung" in Britz, der Siedlung Lindenhof in Schöneberg, der erweiterten Ausstellungshallen am Messedamm und des Strandbades Wannsee verbunden.

Dort, wo der 1921 erbaute und im letzten Krieg zerstörte UFA-Palast am Zoo stand, wird Berlins erstes Doppelkino unter einem Dach eröffnet. Der von den Architekten Paul Schwebes, Hans Schoszberger und Gerhard Fritsche errichtete "Zoo-Palast" im Obergeschoß bietet 1204 und das darunter liegende "Atelier am Zoo", die sich keilförmig übereinander schieben, 550 Plätze. Zur Premiere werden "oben" der deutsche Spielfilm "Die Zürcher Verlobung" und "unten" der amerikanische Spielfilm "Der Regenmacher" gezeigt.

Auf einer vom Ost-Berliner Ausschuß der Nationalen Front veranstalteten Massenkundgebung in der Werner-Seelenbinder-Halle erklärt das seit dem 22. Mai zu Besuch in der DDR weilende Politbüro-Mitglied der französischen KP, Jacques Duclos, daß die DDR schon seit langem von der französischen Regierung hätte anerkannt werden müssen, wenn nicht Klasseninteressen den Sieg über das nationale Interesse davongetragen hätten. Aber diese antinationale Haltung "unserer Regierenden" lasse das französische Volk trotzdem nicht die Gründe, die die Vereinigung der Bemühungen von SED und KPF erfordern, aus den Augen verlieren. Die Festigung und Stärkung der DDR betrachtet Duclos als eine Garantie dafür, daß es niemals ein unter der Herrschaft der Monopolkapitalisten vereintes Deutschland geben und ein vereinigtes Deutschland unweigerlich ein fortschrittliches Deutschland auf dem Wege zum Sozialismus sein werde.
Danach antwortet der 1. Sekretär des ZK der SED, Ulbricht, auf die Fragen der "französischen Genossen", welche Aussichten in bezug auf die Wiedervereinigung bestünden, daß die wichtigste Erfahrung der deutschen Geschichte der Neuzeit darin bestehe, zu verhindern, daß die herrschenden imperialistischen Kräfte Westdeutschlands in bestimmten Zeitabständen Deutschland in den Krieg treiben. Da dies in 25 Jahren zweimal der Fall gewesen sei, müsse Deutschland zu einem friedliebenden demokratischen Staat gestaltet werden, in dem diese Verderber Deutschlands ein für allemal ausgeschaltet wären. Damit "die blutige Herrschaft des deutschen Imperialismus nicht noch einmal unsere Völker bedrohen kann, ist es erforderlich, eine feste Kampfgemeinschaft der Völker Deutschlands und Frankreichs für Frieden und Völkerfreundschaft zu errichten".

In einer gemeinsamen Erklärung bekunden die SED und die KPF ihre jahrzehntelange Solidarität gegen den Imperialismus und Kolonialismus des Westens, bezeichnen die NATO als Hauptgefahr für das deutsche und das französische Volk und die EWG als "Internationale der Monopolkapitalisten gegen die Arbeiterklasse Europas", die die ökonomische Basis für die NATO bilden soll. Beide Parteien fordern die baldige Schaffung eines europäischen Sicherheitssystems und wollen gegen die "Faschisierung" in Westdeutschland und Frankreich kämpfen.

1958

Volks- und Länderkammer der DDR beschließen "entsprechend den Vorschlägen des ZK der SED, des Bundesvorstandes des FDGB und des Ministerrates"' das "Gesetz über die Abschaffung der Lebensmittelkarten", das, vom Ost-Berliner Magistrat am gleichen Tag auf einer außerordentlichen Sitzung übernommen, den Kern einer weitgehenden Preis- und Lohnreform darstellt, die ihren Niederschlag in über 50 zugleich erlassenen Gesetzen und Verordnungen findet. Ihre wichtigsten Bestimmungen sind:

  1. Abschaffung der Karten ab 29. Mai für bislang noch bewirtschaftete Lebensmittel wie Fleisch- und Wurstwaren, Speisefette, Milch und Zucker.
  2. Herbeiführung eines einheitlichen Preisniveaus für Lebensmittel durch Senkung der bisherigen HO-Preise und Anhebung der Preise bewirtschafteter Waren; unverändert bleiben die subventionierten Preise für Brot, Nährmittel, Kartoffeln, Kohlen sowie die Tarife der Versorgungsunternehmen, die Mieten, die Preise für Werkküchenessen, die Schulspeisung und im FDGB-Feriendienst.
  3. Preissenkung für verschiedene Nahrungs- und Genußmittel (z. B. Kakao, Gewürze) und einige Industriewaren (Bettwäsche) sowie in einzelnen Dienstleistungsbetrieben wie bei Damen-Friseuren, Malern und Fotografen.
  4. Erhöhung der Spirituosenpreise um 20 %.
  5. Allgemeine Lohn- bzw. Gehaltszulagen in Höhe von 14 DM bei Monatseinkommen bis zu 410 DM und von 5 DM bei Monatseinkommen bis zu 800 DM; weitere Lohnzulagen bei Monatseinkommen bis zu 380 DM; Festsetzung des allgemeinen Mindestlohnes in der "sozialistischen" Wirtschaft auf 220 DM monatlich; spezielle Lohnerhöhungen in Schwerarbeiterberufen sowie dem Gesundheitswesen; Zahlung eines allgemeinen Ehegattenzuschlages von 5 DM monatlich.
  6. Erhöhung der Meistergehälter in allen Branchen.
  7. Gewährung eines allgemeinen Kinderzuschlages von 20 DM monatlich; für Angehörige der Intelligenz, des Handwerks und anderer Privatunternehmen bis zu einem Jahreseinkommen von 10 000 DM sowie für Einzelbauern beträgt er allerdings nur 15 DM.
  8. Neufassung der staatlichen Geburtenbeihilfen, die z. B. beim ersten Kind 500 und vom fünften Kind ab 1000 DM betragen.
  9. Zahlung einer monatlichen Zulage von neun Mark an alle Renten- und Sozialunterstützungsempfänger (in Ost-Berlin zwölf Mark) und von zehn Mark an Stipendienempfänger.
  10. Erhöhung der Erfassungspreise und Senkung der Aufkaufpreise für landwirtschaftliche Erzeugnisse.
  11. Abschaffung der Pflichtablieferung an Erträgen der individuellen Hauswirtschaft für Mitglieder der LPG Typ III.

Da diese Maßnahmen bereits am 27. Mai nach einer Ministerratssitzung bekanntgegeben worden waren, hatten zahlreiche Ost-Berliner versucht, noch Lebensmittel zu alten, teilweise erheblich billigeren Kartenpreisen zu erwerben.

Der Gouverneur des US-Staates Maryland, Th. R. McKeldin, der sich gegenwärtig in Berlin aufhält, wird von Bürgermeister Amrehn im Rathaus Schöneberg empfangen, wo er sich auch in das Goldene Buch der Stadt einträgt.

1960

Delegiertenkonferenz der West-Berliner Kreisorganisation der SED im Neuköllner Gesellschaftsbaus in der Karl-Marx-Straße.
Sekretär Danelius unterbreitet der Konferenz ein "umfassendes Programm für eine Wende der Politik zugunsten des Friedens, der Freiheit, des Fortschritts und der sozialen Sicherheit durch Umwandlung West-Berlins in eine entmilitarisierte Freie Stadt", das folgende Hauptforderungen enthält:

Zur Herstellung der Aktionseinheit mit den sozialdemokratischen Arbeitern regt Danelius an,
  1. Behandlung aller Probleme in einem offenen Meinungsaustausch, die eine Einigung über den gemeinsamen Kampf gegen den Militarismus, für den Abschluß eines Friedensvertrages und die Normalisierung der Lage West-Berlins erleichtern;
  2. Durchführung gemeinsamer Veranstaltungen, in denen Redner der SED und der SPD unter gleichen Bedingungen auftreten;
  3. einheitliche Aktionen gegen faschistische und militaristische Umtriebe sowie gegenseitige Unterstützung gegen weitere soziale Verschlechterungen.
Eine Delegation von 13 "sozialdemokratischen Genossen" überbringt den "Klassengenossen der SED brüderliche Kampfesgrüße", wobei einer für die Möglichkeit dankt, die Meinung "vieler einfacher West-Berliner Sozialdemokraten vortragen zu können", denn der Bruderzwist müsse beseitigt werden um in der Stunde großer Gefahr durch den westdeutschen Militarismus in den Lebensfragen des deutschen Volkes gemeinsam kämpfen zu können. Er meint weiter, daß, wenn auch ein Beschluß des SPD-Landesvorstandes Kontakte zur SED verbietet, selbst ein Dutzend solcher Beschlüsse "uns" nicht daran hindern könne, den Kontakt mit "unseren Klassenbrüdern" zu suchen.

In einer einstimmig angenommenen Entschließung meinen die Delegierten, daß von allen Parteien in West-Berlin allein die SED ein konstruktives Programm des Friedens, der Verständigung, der Wiedervereinigung und der Lösung des West-Berliner Problems besitzt, den "Deutschlandplan des Volkes". Frieden, Freiheit, Fortschritt und soziale Sicherheit seien nur dann gewährleistet, wenn sich West-Berlin aus der lebensgefährlichen Bindung an Bonn befreit und den Status einer entmilitarisierten Freien Stadt erhält.

Abschließend wählt die Konferenz einmütig die aus 35 Mitgliedern bestehende neue Leitung der West-Berliner Parteiorganisation der SED, deren Sekretär wiederum Gerhard Danelius wird.

Im Innenraum der Schöneberger Radrennbahn und im Walter-Ulbricht-Stadion finden unter Ausschluß der Öffentlichkeit zwei Sichtungsspiele zur Bildung einer gesamtdeutschen Frauenmannschaft für die Feldhandball-Weltmeisterschaft statt, die beide von der DDR-Vertretung mit 10:5 bzw. 5:4 Toren gewonnen werden.
Das sich unmittelbar anschließende Gespräch bleibt ergebnislos, da der Trainer des Deutschen Handball-Bundes (West), Hans Geilenberg, für die Mannschaftsaufstellung ein 8 : 8-Verhältnis fordert, der Trainer des Deutschen Handball-Verbandes (Ost), Hans Becker, hingegen darauf beharrt, daß sich sein Team als das einwandfrei bessere erwiesen und somit das Recht erworben habe als geschlossenes und harmonisch aufeinander abgestimmtes Kollektiv an den Titelkämpfen teilzunehmen.

Dem daraufhin von der Internationalen Handball-Föderation zwei Tage später gefällten Schiedsspruch - Zusammensetzung der Mannschaft: 10 Spielerinnen des DHV und 6 des DHB - beugt sich zwar der DHV, der selbst noch nicht Mitglied der IHF ist, doch beklagt er sich in einem Telegramm darüber, daß man beide Siege nicht gebührend berücksichtigte, außerdem die geforderte Nominierung zweier gleichberechtigterTrainer nicht den sportlichen Gepflogenheiten Rechnung trage, da sie zu Komplikationen führen könne.

1960

In Anwesenheit zahlreicher Wissenschaftler des In- und Auslandes wird die Antikenabteilung der Ehemals Staatlichen Museen in dem 1850 von Friedrich August Stüler erbauten und nach den Kriegszerstörungen wiederhergestellten Kavalierspavillon gegenüber vom Charlottenburger Schloß eröffnet, nachdem die während des Krieges ausgelagerten Bestände antiker Kleinkunst - Tierbronzen, Vasen, Gläser, Schmuck - 1957 und 1958 aus Celle und Wiesbaden zurückgekehrt waren.

Die nördlich des Breitscheidplatzes gelegene Straßenunterführung, die die Hardenbergstraße kreuzungsfrei in östlicher Richtung mit der Budapester Straße verbindet - Länge 235 Meter, Tunnelstück 42 Meter, Durchfahrtshöhe 4,5 Meter, auch für BVG-Doppeldeckerbusse benutzbar, Fahrbahnbreite 7 Meter, Baukosten 5,2 Mill. DM -, wird von Bausenator Schwedler ihrer Bestimmung übergeben, der dabei betont, daß es ohne dieses Tiefbauprojekt in der Zoogegend wahrscheinlich einmal zu einem Verkehrschaos gekommen wäre. Denn als 1957 die Bauarbeiten begannen, sei noch auf 16 Einwohner ein Auto gekommen, heute betrage dieses Verhältnis bereits 11:1, und man müsse damit rechnen, daß es bis Jahresende auf weniger als zehn Einwohner pro Auto sinke.

Nach der Demontage des zweiten Gleises durch die sowjetische Besatzungsmacht 1945 wird nunmehr auf dem 8,6 Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen Friedrichshagen und Erkner der volle S-Bahnbetrieb wieder aufgenommen, so daß im Berufsverkehr die Züge im 10-Minuten-Abstand fahren können und sich im Sommerfahrplan die Fahrzeit vom Bahnhof Friedrichstraße nach Erkner um 10 bis 15 Minuten verkürzt. Mit der Wiederanlage des mehr als vier Mill. DM (Ost) kostenden zweiten Gleises auf dieser Strecke im Rahmen des "umfassenden Rekonstruktionsprogramms" der S-Bahn innerhalb des Siebenjahrplanes entspricht die Reichsbahn einem Wunsch der Bevölkerung nach günstigeren Verbindungen zu den Seengebieten südöstlich der Stadtgrenze.

Die Schwedischen Staatsbahnen eröffnen in der Halle des Ostbahnhofes ein Reisebüro, wobei der stellv. DDR-Verkehrsminister Kurt Leiser die Hoffnung ausspricht, daß sich damit auch die gegenseitigen Beziehungen beider Länder festigen mögen.

1960

In Anwesenheit zahlreicher Wissenschaftler des In- und Auslandes wird die Antikenabteilung der Ehemals Staatlichen Museen in dem 1850 von Friedrich August Stüler erbauten und nach den Kriegszerstörungen wiederhergestellten Kavalierspavillon gegenüber vom Charlottenburger Schloß eröffnet, nachdem die während des Krieges ausgelagerten Bestände antiker Kleinkunst - Tierbronzen, Vasen, Gläser, Schmuck - 1957 und 1958 aus Celle und Wiesbaden zurückgekehrt waren.

Die nördlich des Breitscheidplatzes gelegene Straßenunterführung, die die Hardenbergstraße kreuzungsfrei in östlicher Richtung mit der Budapester Straße verbindet - Länge 235 Meter, Tunnelstück 42 Meter, Durchfahrtshöhe 4,5 Meter, auch für BVG-Doppeldeckerbusse benutzbar, Fahrbahnbreite 7 Meter, Baukosten 5,2 Mill. DM -, wird von Bausenator Schwedler ihrer Bestimmung übergeben, der dabei betont, daß es ohne dieses Tiefbauprojekt in der Zoogegend wahrscheinlich einmal zu einem Verkehrschaos gekommen wäre. Denn als 1957 die Bauarbeiten begannen, sei noch auf 16 Einwohner ein Auto gekommen, heute betrage dieses Verhältnis bereits 11:1, und man müsse damit rechnen, daß es bis Jahresende auf weniger als zehn Einwohner pro Auto sinke.

Nach der Demontage des zweiten Gleises durch die sowjetische Besatzungsmacht 1945 wird nunmehr auf dem 8,6 Kilometer langen Streckenabschnitt zwischen Friedrichshagen und Erkner der volle S-Bahnbetrieb wieder aufgenommen, so daß im Berufsverkehr die Züge im 10-Minuten-Abstand fahren können und sich im Sommerfahrplan die Fahrzeit vom Bahnhof Friedrichstraße nach Erkner um 10 bis 15 Minuten verkürzt. Mit der Wiederanlage des mehr als vier Mill. DM (Ost) kostenden zweiten Gleises auf dieser Strecke im Rahmen des "umfassenden Rekonstruktionsprogramms" der S-Bahn innerhalb des Siebenjahrplanes entspricht die Reichsbahn einem Wunsch der Bevölkerung nach günstigeren Verbindungen zu den Seengebieten südöstlich der Stadtgrenze.

Die Schwedischen Staatsbahnen eröffnen in der Halle des Ostbahnhofes ein Reisebüro, wobei der stellv. DDR-Verkehrsminister Kurt Leiser die Hoffnung ausspricht, daß sich damit auch die gegenseitigen Beziehungen beider Länder festigen mögen.

1960

Delegiertenkonferenz der West-Berliner Kreisorganisation der SED im Neuköllner Gesellschaftsbaus in der Karl-Marx-Straße.
Sekretär Danelius unterbreitet der Konferenz ein "umfassendes Programm für eine Wende der Politik zugunsten des Friedens, der Freiheit, des Fortschritts und der sozialen Sicherheit durch Umwandlung West-Berlins in eine entmilitarisierte Freie Stadt", das folgende Hauptforderungen enthält:

Zur Herstellung der Aktionseinheit mit den sozialdemokratischen Arbeitern regt Danelius an,
  1. Behandlung aller Probleme in einem offenen Meinungsaustausch, die eine Einigung über den gemeinsamen Kampf gegen den Militarismus, für den Abschluß eines Friedensvertrages und die Normalisierung der Lage West-Berlins erleichtern;
  2. Durchführung gemeinsamer Veranstaltungen, in denen Redner der SED und der SPD unter gleichen Bedingungen auftreten;
  3. einheitliche Aktionen gegen faschistische und militaristische Umtriebe sowie gegenseitige Unterstützung gegen weitere soziale Verschlechterungen.
Eine Delegation von 13 "sozialdemokratischen Genossen" überbringt den "Klassengenossen der SED brüderliche Kampfesgrüße", wobei einer für die Möglichkeit dankt, die Meinung "vieler einfacher West-Berliner Sozialdemokraten vortragen zu können", denn der Bruderzwist müsse beseitigt werden um in der Stunde großer Gefahr durch den westdeutschen Militarismus in den Lebensfragen des deutschen Volkes gemeinsam kämpfen zu können. Er meint weiter, daß, wenn auch ein Beschluß des SPD-Landesvorstandes Kontakte zur SED verbietet, selbst ein Dutzend solcher Beschlüsse "uns" nicht daran hindern könne, den Kontakt mit "unseren Klassenbrüdern" zu suchen.

In einer einstimmig angenommenen Entschließung meinen die Delegierten, daß von allen Parteien in West-Berlin allein die SED ein konstruktives Programm des Friedens, der Verständigung, der Wiedervereinigung und der Lösung des West-Berliner Problems besitzt, den "Deutschlandplan des Volkes". Frieden, Freiheit, Fortschritt und soziale Sicherheit seien nur dann gewährleistet, wenn sich West-Berlin aus der lebensgefährlichen Bindung an Bonn befreit und den Status einer entmilitarisierten Freien Stadt erhält.

Abschließend wählt die Konferenz einmütig die aus 35 Mitgliedern bestehende neue Leitung der West-Berliner Parteiorganisation der SED, deren Sekretär wiederum Gerhard Danelius wird.

Im Innenraum der Schöneberger Radrennbahn und im Walter-Ulbricht-Stadion finden unter Ausschluß der Öffentlichkeit zwei Sichtungsspiele zur Bildung einer gesamtdeutschen Frauenmannschaft für die Feldhandball-Weltmeisterschaft statt, die beide von der DDR-Vertretung mit 10:5 bzw. 5:4 Toren gewonnen werden.
Das sich unmittelbar anschließende Gespräch bleibt ergebnislos, da der Trainer des Deutschen Handball-Bundes (West), Hans Geilenberg, für die Mannschaftsaufstellung ein 8 : 8-Verhältnis fordert, der Trainer des Deutschen Handball-Verbandes (Ost), Hans Becker, hingegen darauf beharrt, daß sich sein Team als das einwandfrei bessere erwiesen und somit das Recht erworben habe als geschlossenes und harmonisch aufeinander abgestimmtes Kollektiv an den Titelkämpfen teilzunehmen.

Dem daraufhin von der Internationalen Handball-Föderation zwei Tage später gefällten Schiedsspruch - Zusammensetzung der Mannschaft: 10 Spielerinnen des DHV und 6 des DHB - beugt sich zwar der DHV, der selbst noch nicht Mitglied der IHF ist, doch beklagt er sich in einem Telegramm darüber, daß man beide Siege nicht gebührend berücksichtigte, außerdem die geforderte Nominierung zweier gleichberechtigterTrainer nicht den sportlichen Gepflogenheiten Rechnung trage, da sie zu Komplikationen führen könne.

1963

Die SPD-Fraktion des Abgeordnetenhauses bestätigt sowohl den Vorsitzenden Alexander Voelker sowie dessen Stellvertreter Werner Stein und Wolfgang Busch, diesen zugleich als parlamentarischen Geschäftsführer, in ihren Ämtern.

1963

Das - erstmals in Ost-Berlin tagende - "VII. Parlament der Freien Deutschen Jugend" in der Hohenschönhausener Dynamo-Sporthalle, besucht von 2 000 Delegierten, 700 Gästen und Vertretern von 66 ausländischen Jugendorganisationen, wählt - nach einer Rede von DDR-Partei- und Staatschef Ulbricht und einem Referat vom Ersten Sekretär des FDJ-Zentralrats, Horst Schumann, über "Die Jugend beim umfassenden Aufbau des Sozialismus" und einer sich anschließenden Diskussion mit 51 Wortmeldungen - den neuen Zentralrat, der wiederum den bisherigen Ersten Sekretär in seinem Amt bestätigt, und verabschiedet einmütig das neue Statut der FDJ.

1966

Tasmania 1900 verliert das letzte Spiel der Saison 1965/66 in Gelsenkirchen gegen Schalke04mit0:4und muß nach nur einem Jahr Zugehörigkeit zur Fußball-Bundesliga als Tabellen-Schlußlicht mit nur 8:60 Punkten und einem Torverhältnis von 15 :108 wiederabsteigen.Berlin ist damit in der nächsten Saison nicht mehr in der höchsten Spielklasse vertreten.

1968

Rund 600 Studenten versuchen am Abend ins Schiller-Theater einzudringen, um mit den Besuchern über die Notstandsgesetze zu diskutieren (vgl. 27. Mai). Eine kleine Gruppe von Polizisten ist daher gezwungen, vom Schlagstock Gebrauch zu machen und die Dienstpistolen zu ziehen. Bei diesen Auseinandersetzungen gibt es auf beiden Seiten Verletzte.

1968

Das Deutsche Turnfest, das vierte nach dem Zweiten Weltkrieg, zählt rund 68 000 Teilnehmer aus fast 800 Vereinen; rund 40000 vorwiegend jugendliche Turner finden in den in ca. 300 Schulen eingerichteten Gemeinschaftsquartieren Unterkunft. Für die Wettkämpfe in den etwa 60 Disziplinen stehen die Deutschlandhalle, das Olympia-Stadion und eine ganze Reihe von Vereinshallen und -Sportplätzen zur Verfügung. Bei den Kunstturnmeisterschaften siegen im Zwölfkampf Willi Jaschek (TSV 1873 Heusenstamm) vor den Japanern Koji Takizawa und Maji Imamura (beide Deutsche Sporthochschule Köln), und im Achtkampf der Frauen Irmi Krauser (TV 1863 Straubing) vor Marie-Luise Stegemann (TV 1901 Wattenscheid) und Brigitte Dömski (OSC Berlin). Höhepunkte des Turnfestes sind ein Festakt in der Kongreßhalle mit Bundesinnenminister Benda als Redner, danach die Eröffnungskundgebung mit 30 000 Teilnehmern vor dem Rathaus Schöneberg, wo der Regierende Bürgermeister Schütz seine Genugtuung darüber äußert, daß nach mehr als hundert Jahren (1861) wieder ein Turnfest in Berlin stattfindet, eine Jahn-Feier in der Hasenheide, der Geburtsstätte des Turnens überhaupt, ein "Tag der Leichtathletik" im Olympia-Stadion, ein internationales Schauturnen in der Deutschlandhalle, ein Festumzug am Pfingstsonntag sowie die Abschlußfeier im Olympia-Stadion. Den zweitägigen Aufenthalt des Schirmherrn des Turnfestes, Bundespräsident Lübke, nennt ADN "widerrechtlich". Die Veranstaltung diene als "Kulisse für Treffen revanchistischer Landsmannschaften und Heimatverbände" und bedeute "einen weitere Versuch der Kiesinger/Strauß-Regierung, die ... selbständige Einheit in ihre aggressiven Pläne einzubeziehen".

1969

Die Große Berliner Kunstausstellung (GBK) in den Ausstellungshallen am Funkturm zeigt 183 Arbeiten von 116 Künstlerinnen und Künstler. Erstmals gibt es im Rahmen der Ausstellung einen Verkaufsbasar.

1971

Ein Verkehrsflugzeug der US amerikanischen Fluggesellschaft Modern Air mit 45 West Berliner Urlaubern an Bord wird auf dem Flug von Berlin Tegel nach Varna in Bulgarien im rumänisch bulgarischen Grenzgebiet zum sofortigen Abdrehen gezwungen. Die Maschine kehrt daraufhin nach Frankfurt am Main um, wo die Passagiere von einer Maschine der deutschen Fluggesellschaft Condor übernommen werden. Mit dem kurzfristig verhängten Einflugverbot von Verkehrsflugzeugen, die aus West Berlin kommen, durch die bulgarische Regierung spitzt sich ein seit etwa zwei Wochen schwelender Konflikt um West Berliner Ferienflüge nach Bulgarien zu, der entstand, nachdem Bulgarien die Forderung erhoben hatte, West Berlin dürfe nicht mehr in den Flugplänen als Ausgangsflughafen für Ferienflüge genannt werden.
   Nach dem Zwischenfall sagen die veranstaltenden Reiseunternehmen _ Berliner Flug Ring und Touristik Union International _ alle von West Berlin ausgehenden Bulgarien Flüge für diese Sommersaison ab. Den Kunden werden als Ersatz Rumänien Reisen angeboten.
   Vertreter der bulgarischen Regierung teilen am 1. Juni der Fluggesellschaft Modern Air mit, daß die bulgarische Regierung nun doch die Landeerlaubnis für Ferienflüge direkt ab West Berlin erteilt habe. Der Berliner Flug Ring erklärt jedoch noch am selben Tag, daß er bei seiner inzwischen getroffenen Entscheidung bleibe, alle geplanten Bulgarien Flüge ab West Berlin nunmehr nach Rumänien umzuleiten. Am 2. Juni sagt auch die Touristik Union International ihre Ferienflüge von West Berlin nach Bulgarien endgültig ab; die Urlauber, die bereits gebucht haben, können in rumänische Urlaubsorte an der Schwarzmeerküste ausweichen.
   Am 3. Juni begrüßt die Industrie und Handelskammer (IHK) in Berlin die Absage der Ferienflüge nach Bulgarien. In einer Presseerklärung heißt es, die Touristikunternehmen hätten unter Inkaufnahme wirtschaftlicher Nachteile aus übergeordneten politischen Gesichtspunkten im Interesse Berlins gehandelt. Bei dem Hin und Her um die Flüge hätten die Bulgaren offensichtlich unter massivem Druck der DDR gestanden. Während in den Berlin Verhandlungen der vier Mächte rechtliche und praktische Verbesserungen für West Berlin erreicht werden sollten, versuche die DDR vollendete Tatsachen zu schaffen, die auf einen Status quo minus für West Berlin hinauslaufen würden.
   Am 7. Juni teilt Modern Air mit, sie habe von der bulgarischen Regierung nunmehr schriftlich die Erlaubnis erhalten, Nonstopflüge von West Berlin nach Varna durchzuführen. Daraufhin gibt die Touristik Union International bekannt, daß sie ihre Bulgarien Ferienflüge von West Berlin aus wieder aufnehmen werde. Der Berliner Flug Ring hingegen erklärt, er werde nicht mehr von West Berlin aus nach Bulgarien fliegen und stattdessen dabei bleiben, diese Flüge nach Rumänien umzuleiten. Das bulgarische Fernschreiben biete keine ausreichende Sicherheit für eine reibungslose Abwicklung von Bulgarien Flügen.
   Der Senator für Bundesangelegenheiten, Horst Grabert, erklärt am 7. Juni, es sei gut, wenn jede mögliche Direktverbindung von West Berlin aus genutzt werde. Man könne davon ausgehen, daß sich eine Zurückweisung eines Urlauberflugzeugs aus West Berlin nicht wiederholen werde. Er betont, auch die Bundesregierung habe die Ansicht geäußert, es sei wünschenswert, die Flüge nach den neuen Zusicherungen Bulgariens wiederaufzunehmen.

1972

Der 7. Ordentliche Gewerkschaftstag der Gewerkschaft ÖTV wird in der Kongreßhalle (Berlin-Tiergarten) eröffnet. Die Beratungen finden auf dem Ausstellungsgelände am Funkturm (Berlin-Charlottenburg) statt. Rund 1 200 Gewerkschafter und Gäste nehmen an dem Kongreß teil, der unter dem Motto "Durch Reformen zur sozialen Demokratie" steht.
   Am 31. Mai wird der ÖTV-Vorsitzende Heinz Kluncker, der seit 1964 an der Spitze der Gewerkschaft steht, für weitere vier Jahre in seinem Amt bestätigt.

1973

Der Botschafter der Sowjetunion in der DDR, Michail T. Jefremow, empfängt in seiner Residenz in Ost-Berlin den Botschafter der USA in der Bundesrepublik Deutschland, Martin J. Hillenbrand. (Vgl. 29. Januar.)

1975

Am Tag vor der Brüsseler NATO-Gipfelkonferenz bekräftigen in Paris beim traditionellen "Deutschland-Essen" die Außenminister der drei Westmächte ? James Callaghan (GB), Henry A. Kissinger (USA) und Jean Sauvagnargues (F) ? sowie Bundesaußenminister Hans-Dietrich Genscher mit Nachdruck den Vier-Mächte-Status für Berlin. (Vgl. 14. April, 12. Mai.) In einer gemeinsamen Erklärung heißt es, die Minister hätten "den Viermächte-Status von Berlin bekräftigt sowie die Notwendigkeit, alle Bestimmungen des Viermächte-Abkommens vom 3. September 1971 strikt einzuhalten und voll anzuwenden".
   Der Regierende Bürgermeister Klaus Schütz begrüßt es, daß die Außenminister mit ihrer gemeinsamen Erklärung "in dankenswerter Klarheit" ihre gemeinsame Position zu Berlin bekräftigt hätten und der Status Berlins als Viermächtestadt verdeutlicht worden sei.
   Am folgenden Tag verweist der Botschafter Großbritanniens in der Bundesrepublik Deutschland, Sir Nicholas Henderson, bei der Eröffnung der diesjährigen "Queen's Lecture" in der Kongreßhalle in Berlin-Tiergarten auf die gemeinsame Erklärung der Außenminister und betont, daß die vier Siegermächte Rechte und Verantwortung für die ganze Stadt und nicht nur für West-Berlin hätten.
   Das "Neue Deutschland" vom 30. Mai geht in einem Kommentar auf die gemeinsame Erkärung der Außenminister ein. "Wider besseres Wissen" hätten die Minister "etwas bekräftigt, was es gar nicht gibt", heißt es unter anderem.

1982

Im ehemaligen Albrecht-Achilles-Krankenhaus in Wilmersdorf nimmt die "Sozialstation City" offiziell ihre Arbeit auf. Sie ist unter der Trägerschaft des von Krankenschwestern und Pflegern gegründeten Vereins "Hauskrankenpflege City" eine der bisher 42 vom Senat genehmigten Einrichtungen, mit deren Hilfe nach Schließung der Akut-Betten des Krankenhauses Patienten intensiver als in der Vergangenheit in ihren Wohnungen medizinisch versorgt werden können.

1983

Während einer privaten Besuchsreise in die DDR trifft der SPD-Bundestagsfraktionsvorsitzende Vogel auf Schloß Hubertusstock am Werbellinsee Partei- und Staatschef Honecker zu einem vierstündigen inoffiziellen Meinungs- und Gedankenaustausch über den gegenwärtigen Stand und die künftigen Perspektiven der innerdeutschen Beziehungen; Hauptthemen des mit "großer Offenheit" geführten Gesprächs sind dabei das Problem des Mindestumtausches bei DDR-Reisen, die Abwicklung des Transitverkehrs sowie humanitäre Fragen.

Am letzten Spieltag der Saison 1982/83 besiegt der BFC Dynamo im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark den FC Carl Zeiss Jena mit 2:0 und wird damit zum fünften Mal in Folge DDR-Fußballmeister.

1985

Während seines offiziellen Freundschaftsbesuches in der DDR trifft Rumäniens Partei- und Staatschef Ceausescu seinen Kollegen Honecker zu mehreren Gesprächen, wobei sich beide für eine Rückkehr zu einer Politik der Entspannung und der friedlichen Koexistenz von Staaten unterschiedlicher Gesellschaftsordnung aussprechen, unternimmt eine Stadtrundfahrt, legt einen Kranz am Mahnmal Unter den Linden nieder und besichtigt in Erfurt einen volkseigenen Betrieb.

1985

Der 34. Deutsche Kongreß für ärztliche Fortbildung im ICC und in einigen Hallen des Messegeländes - mit rund 25000 Teilnehmern die größte derartige Veranstaltung im Bereich der Medizin in der Bundesrepublik -, verbunden mit Tagungen für Zahnärzte und für das Krankenpflegepersonal sowie einer Ausstellung der Pharmaindustrie, beschäftigt sich vor allem mit Fragen der Umwelthygiene, der Kostenexplosion im Gesundheitswesen, neuen Erkenntnissen bei der Entwicklung und Behandlung von Krebs, der Behandlung von Herz- und Kreislaufstörungen sowie mit dem Pro und Contra bei Tierversuchen für die Entwicklung neuer Medikamente.

1986

DDR-Staats- und Parteichef Honecker empfängt im Jagdschloß Hubertusstock am Werbellinsee den SPD-Bundestagsfraktionsvorsitzenden Vogel zu einem längeren Meinungsaustausch über internationale und deutsch-deutsche Fragen, wobei sie u.a. die Entwicklung bei den Familienzusammenführungen und im Reiseverkehr würdigen, Vogel sich aberauch dafür einsetzt, daß ehemalige DDR-Bürgerebenfalls wieder besuchsweise in ihre alte Heimat einreisen können.

Der zu einem Informationsbesuch in der DDR weilende nordrhein-westfälische CDU-Vorsitzende Biedenkopf erörtert im Haus des ZK der SED am Werderschen Markt mit Politbüromitglied Axen außen- und sicherheitspolitische Probleme sowie den gegenwärtigen Stand der Beziehungen zwischen beiden deutschen Staaten.

1987

Im Rahmen seines offiziellen Besuchs der Bundesrepublik weilt der Staatspräsident von Costa Rica, Anas - er erhält für seihen Plan zur Befriedung der Lage in Mittelamerika im Dezember d. J. den Friedens-Nobelpreis -, für rund 24 Stunden auch in Berlin. Unmittelbar nach seiner Ankunft am Abend fährt erzürn Schloß Charlottenburg, wo er sich im Beisein des Regierenden Bürgermeisters Diepgen ins Goldene Buch einträgt. Am zweiten Tag besichtigt er den Reichstag, in dessen unmittelbarer Nähe auch die Ost-Berliner Sperranlagen, das Völkerkundemuseum und das Ibero-Amerikanische Institut PK sind. Nach Gesprächen mit Experten für Entwicklungspolitik unternimmt er in Begleitung von Bürgermeisterin Laurien mit dem MS "Moby Dick" eine Havel-Rundfahrt.

1988

Die SPD feiert ihr 125jähriges Bestehen mit einer festlichen Veranstaltung im Reichstag. Ihr Ehrenvorsitzender Willy Brandt schildert das Wirken der Partei und ihre Verdienste bei der Schaffung gleicher Bürgerrechte, der sozialen Sicherung und menschlicher Fortschritte. Als "lebendige Aufträge" für die Partei nennt er die humane Gestaltung des wirtschaftlichen, technischen und gesellschaftlichen Wandels, den Einsatz für Menschen, denen Unrecht geschehe und denen Chancen vorenthalten würden, sowie die Arbeit für den friedenssichernden Prozeß. Der Parteivorsitzende Vogel stellt Brandt in eine Reihe mit dessen großen Amtsvorgängern Ferdinand Lassalle, August Bebel und Wilhelm Liebknecht und dankt ihm dafür, daß er ein Vierteljahrhundert lang die Parteigeschichte entscheidend mitgeprägt habe. Vogel würdigt die Rolle der Sozialdemokratie als Vereinigung all jener, die ihre Kräfte von Beginn an auf ein friedliebendes und rechtsstaatliches Deutschland gerichtet sowie der Barbarei und der Gewalt widerstanden hätten. Weitere Redner sind Bundestagspräsident Jenninger, der schwedische Ministerpräsident Carlsson und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Rau. Mit Lesungen und Bildbeispielen wird an die Parteivorsitzenden und an historische Reden von Otto Wels und Kurt Schumacher gedacht. Grußbotschaften übersenden Bundespräsident von Weizsäcker, Bundeskanzler Kohl und der Regierende Bürgermeister Diepgen. Am Vortage hatte der Parteivorsitzende Vogel in Begleitung führender SPD-Politiker und des Leiters der West-Abteilung im ZK der SED, Rettner, in der Sozialisten-Gedenkstätte in Friedrichsfelde Kränze an den Gräbern von Paul Singer, Hugo Haase, Hermann Müller und Ignaz Auer niedergelegt.

Im mit 70 000 Zuschauern nicht ganz vollbesetzten Olympia-Stadion gewinnt Eintracht Frankfurt mit einem 1:0 in der 81. Minute über den VfL Bochum das 45. DFB-Pokalendspiel. An dem nach 1974,1975 und 1981 nunmehr vierten Pokalsieg der Eintracht war stets ihr jetziger Mannschaftskapitän Karl-Heinz Körbel beteiligt, der aus der Hand von Bundesaußenminister Genscher die Trophäe entgegennimmt.

1990

In Ost-Berlin konstituiert sich die frei gewählte Stadtverordnetenversammlung (1. Wahlperiode). (Zur Wahl vgl. 6. Mai.) Es existieren fünf Fraktionen: Fraktion der SPD, Fraktion der PDS, Fraktion der CDU/DA, Fraktion "Bündnis 90/Grüne" und Fraktion "Die Liberalen/DSU".
   Zur Stadtverordnetenvorsteherin wird die SPD-Abgeordnete Christine Bergmann gewählt. Stellvertreter werden Eberhard Engler (CDU), Elke Herer (PDS) und Rainer Süß (SPD).
   Zur ersten inhaltlichen Auseinandersetzung kommt es bei der Beschlußfassung über die Geschäftsordnung. Vertreter des "Bündnisses 90/Grüne" bemängeln, daß der von SPD und CDU/DA vorgelegte Entwurf zu stark an der Geschäftsordnung des West-Berliner Abgeordnetenhauses ausgerichtet sei; diese wolle man nicht "blind" übernehmen. Auf Antrag der PDS beschließt die Stadtverordnetenversammlung, den Entwurf als vorläufige Geschäftsordnung zu akzeptieren und bis zum 30. Juni eine endgültige Fassung zur Abstimmung vorzulegen.
   Auf Antrag von SPD und CDU/DA setzt die Stadtverordnetenversammlung den Ausschuß "Einheit Berlins" ein, der Vorschläge für eine Verfassung und zur Verwaltungsstruktur ausarbeiten und mit Gremien des Abgeordnetenhauses und der DDR-Volkskammer auf parlamentarischer Ebene die Vereinigung beider Teile der Stadt vorbereiten soll.
   Ebenfalls auf Antrag von SPD und CDU/DA wird beschlossen, daß die Stadtbezirksämter nicht nach dem Anteil der Wählerstimmen, sondern durch Koalitionsmehrheiten besetzt werden. Dadurch könnte die PDS, die in fünf von elf Stadtbezirken stärkste Partei wurde, bei der Wahl von Bezirksbürgermeistern und Stadträten ausgeschlossen werden.

1992

Der frühere Bürgermeister von Atlanta, Andrew Young, ist Gast der Olympia GmbH. Atlanta richtet die Olympischen Sommerspiele 1996 aus. Young besichtigt das Olympia-Stadion, das ICC, wo das Hauptpressezentrum im Olympiajahr 2000 geplant ist, sowie das Stadion der Weltjugend, das in Kürze abgerissen werden soll. Der Geschäftsführer der Olympia GmbH, Axel Nawrocki, erläutert seinem Gast die zentrale Aussage Berlins, daß mit der Ausrichtung der Olympischen Spiele in der deutschen Hauptstadt der Welt gedankt werden solle.

1993

Finanzsenator Elmar Pieroth teilt seinen Senatskollegen per Rundbrief mit, daß sie vorläufig keine kostenträchtigen Projekte mehr auf den Weg bringen dürfen. Neues sei nur durch Umschichtungen im eigenen Ressortetat zu finanzieren, als durch Einsparungen anderswo. "Die notwendige Stabilisierung des Haushalts zwingt mich, auf diese Weise eiserne Spardisziplin durchzusetzen", so Pieroth.

1995

Nach zwei Jahren Bauzeit gibt der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen das Startsignal für die neuen S-Bahnlinien 25 und 26 von Lichterfelde Ost nach Tegel und Waidmannslust. Die Verbindung wurde 1984 stillgelegt, als der Senat in West-Berlin die Regie für die S-Bahn übernahm. Diepgen erklärt, daß der weitere Ausbau des S- und U-Bahnnetzes für Berlin absolute Priorität habe, unabhängig von anderen Verkehrsprojekten wie dem Großflughafen. (Vgl. 10. Feb. 1995.)

1996

Bundesverkehrsminister Matthias Wissmann, der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen und Brandenburgs Ministerpräsident Manfred Stolpe verständigen sich auf den Ausbau des Flughafens Berlin-Schönefeld und beenden damit das fünfjährige Ringen um den Standort des geplanten Großflughafens Berlin-Brandenburg. Bis zum Jahre 2010 soll Schönefeld bis auf eine Kapazität von 20 Millionen Passagieren jährlich ausgebaut werden. Der Bund verpflichtet sich zur Finanzierung der Verkehrsanbindung mit insgesamt rund 345 Millionen DM. Die Flughäfen Berlin-Tegel und Berlin-Tempelhof sollen geschlossen werden.
Diepgen betont, aus Gründen der Finanzierbarkeit und des zügigen Ausbaus habe der Bund sich eindeutig gegen Sperenberg als Standort ausgesprochen.

2001

Der Literaturwissenschaftler Hans Mayer, der am 19. Mai in Tübingen im Alter von 94 Jahren starb, wird auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Mitte beigesetzt. Eine große Trauergemeinde mit Bundespräsident Johannes Rau an der Spitze gibt ihm das letzte Geleit. Zu den Trauergästen gehört auch der Literaturnobelpreisträger Günter Grass.
Im Anschluss an die Beerdigung findet eine Trauerfeier in der Berliner Akademie der Künste statt.

2003

Unter dem Leitsatz "Ihr sollt ein Segen sein" findet in Berlin der erste Ökumenische Kirchentag statt. Rund 3 200 Veranstaltungen stehen auf dem Programm. Themen wie die Folgen des Irak-Krieges, die geplanten Sozialreformen und das Zusammenwachsen beider Konfessionen stehen im Mittelpunkt. Seinen Auftakt nimmt der Kirchentag mit einem Eröffnungsgottesdienst am Brandenburger Tor. Einen Vortrag über "Leben ohne Gewalt" hält der Dalai Lama am 30. Mai in der Waldbühne. Der feierliche Abschlussgottesdienst findet vor dem Reichstagsgebäude statt. Mit 200 000 Dauerteilnehmern übertrifft der erste gemeinsame Kirchentag von Katholiken und Protestanten die Besucherzahlen aller bisherigen Kirchentage.
   Der katholische Priester Gotthold Hasenhüttl aus Saarbrücken bricht in der Gethsemanekirche in Prenzlauer Berg ein Tabu und spendet sowohl katholischen als auch evangelischen Christen das Sakrament des Abendmahls.

2005

Auf dem Landesparteitag der Berliner CDU im Hotel Maritim in der Friedrichstraße in Mitte wird der Europaabgeordnete Ingo Schmitt mit großer Mehrheit - 259 Jastimmen, 44 Neinstimmen und neun Enthaltungen - zum neuen Landesvorsitzenden gewählt. Er löst Joachim Zeller ab, der nach zwei Jahren an der Spitze auf eine erneute Kandidatur verzichtet hat. Neuer Generalsekretär wird Frank Henkel, der parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Abgeordnetenhausfraktion. Er löst Gerhard Lawrentz ab.

Das 62. DFB-Pokalfinale im ausverkauften Olympiastadion in Charlottenburg gewinnt der FC Bayern München gegen den FC Schalke 04 mit 2 : 1 (1 : 1).

2006

Rund 100 000 Radler beteiligen sich an der traditionellen Fahrrad-Sternfahrt des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs. 19 Routen führen die Teilnehmer aus allen Himmelsrichtungen zum Großen Stern. Anschließend wird im Spreebogenpark bis in den Abend gefeiert.


Zitierform: Berlin - Chronik. Online-Version : Hrsg. vom Landesarchiv Berlin. - URL: http://www.berlin-chronik.de (Stand: 28.05.2018)